Diese 7 Trends geben sich als Selbstentfaltung aus, ruinieren aber in Wirklichkeit Ihr Leben

Foto: aus öffentlichen Quellen

Leider sind einige von ihnen weniger nützlich als vielmehr schädlich, und manchmal gehen Menschen zu Extremen über, die ihr Leben ruinieren können

In den letzten Jahren hat es dank der Entwicklung der sozialen Medien viele psychologische Trends gegeben, von denen jeder fasziniert ist. Leider sind einige von ihnen nicht so sehr nützlich als vielmehr schädlich, und manchmal gehen die Menschen zu Extremen, die ihr Leben ruinieren können. Welche modernen psychologischen Trends schädlich werden können und warum, erzählt RBC-Ukraine mit Bezug auf einen Beitrag der Psychologin Maria Bondarenko auf Instagram, berichtet Golosinfo.com.

Der Kult der „Grenzen“

Der moderne Wunsch, die eigenen Grenzen durchzusetzen, ist zu einem legalisierten Egoismus geworden. Unter dem Deckmantel gesunder Grenzen weigern sich die Menschen, zuzuhören, zu verhandeln und an Beziehungen teilzunehmen. Jedes Unbehagen – „das sind meine Grenzen“, jedes Bedürfnis eines anderen – „du verletzst sie“.

Der Psychologe stellt fest, dass es sich dabei in Wirklichkeit nicht um Grenzen handelt, sondern um infantile Abwehrmechanismen und den Wunsch, dass sich die Welt um einen selbst dreht.

Man muss sich selbst lieben

Die Vorstellung, dass, wenn Sie sich selbst akzeptieren und lieben, jeder Sie lieben wird, ist falsch. Du wirst nicht geliebt werden. Und manchmal wird man Sie nach der Veränderung sogar noch mehr hassen. Aber laut einem Psychologen ist das normal.

„Die Instapsychologie verkauft die Illusion einer konfliktfreien Welt, in der „du gut bist – und jeder gut zu dir ist“. Aber so funktioniert es im wirklichen Leben nicht.

Nur ein Video und Sie haben alles verstanden

Ein weiterer interessanter Trend der letzten Zeit sind kleine Filme, in denen Autoren versuchen, Psychologie in einfachen Worten zu erklären – d. h. wenn komplexe mentale Prozesse auf „30 Sekunden motivierenden Unsinn“ reduziert werden.

Die Leute glauben wirklich, dass ein Video jahrelanges Leben, Erfahrung, Fehler und Verantwortung ersetzen kann.

Checklisten für gesunde und ungesunde Beziehungen

Die Einteilung von Beziehungen in „gesund“ und „ungesund“ anhand fiktiver Checklisten funktioniert ebenfalls nicht. Ja, es ist, als gäbe es ein universelles Handbuch für menschliche Intimität. Aber das gibt es nicht wirklich, denn Beziehungen sind immer spezifische Menschen, spezifische Kontexte und spezifische Kompromisse.

Der Psychologe stellt fest, dass Checklisten nicht helfen – „sie kultivieren Paranoia“.

Überall nach „roten Fahnen“ suchen

Es ist heute in Mode, in jedem Wort, jedem Blick, jeder Geste nach „roten Fahnen“ zu suchen. Die Menschen sehen nicht mehr den lebendigen Menschen – sie scannen ihn als Bedrohung. Der Fokus liegt nicht mehr auf Nähe, nicht mehr auf Wärme, nicht mehr auf echter Interaktion, sondern darauf, wo die Gefahr liegt.

Und es geht nicht um Bewusstsein, sondern um ängstliche Kontrolle.

Alle Kindheitsprobleme

Trauma auf Schritt und Tritt. Traumata aus der Kindheit, Traumata von den Eltern, Traumata aus der Jugendzeit. Anstatt bestimmte Situationen zu analysieren, Verantwortung zu übernehmen und jetzt wirksame Veränderungen vorzunehmen, entdecken wir ein endloses Wühlen nach dem Motto „Wer hat mich einmal verletzt“.

Manchmal sind die Schwierigkeiten des Lebens das Ergebnis schlechter Kommunikation, unerfüllter Erwartungen, fehlender Fähigkeiten im Jetzt. Und zwar genau jetzt. Und sich an die Urgroßmutter als Kind zu erinnern, kann manchmal hilfreich sein, aber keineswegs immer.

Emotionaler Burnout und Opferrolle

Dies ist der Fall, wenn jegliche Müdigkeit, Frustration oder Stress als Beweis dafür dargestellt wird, dass Sie „unfair benutzt“ wurden, „Ihre Grenzen überschritten haben“ oder „jemand für Ihren Zustand verantwortlich ist“.

Im wirklichen Leben ist Burnout die Reaktion des Körpers und der Psyche auf chronische Überlastung, und es erfordert Ruhe, einen Tempowechsel, eine Pause und ein „Abschalten“.

Die Dämonisierung der Männer

Es ist zu einem beliebten Trend geworden, dass jede emotionale Distanzierung, jeder Fehler in Worten oder Verhalten sofort als missbräuchlich oder narzisstisch interpretiert wird.

Nach Ansicht des Psychologen handelt es sich dabei um eine Vereinfachung der Situation, ohne Kontext und Analyse, ohne Tiefe – nur eine kollektive Suche nach Schuldigen.

Etikettierung

Die „Instapsychologie“ hat die komplexe menschliche Psyche in ein Spiel mit Diagnosen verwandelt. „Giftig“, „Missbraucher“, „Manipulator“, „Narzisst“ sind keine Begriffe mehr, sondern Bilder. Denn jetzt werden sie jedem angehängt, der nicht seinen Wunsch erfüllt hat, nicht einverstanden war, sich nicht angepasst hat oder einfach einen schlechten Tag hatte.

Unverträglichkeiten, unterschiedliche Charaktere, Temperamente, unterschiedliche Entwicklungsstufen – einfach ausradiert. Weil es viel einfacher ist, dem ein Etikett zu verpassen.

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