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Regelmäßiges Schlafen auf der Couch kann den Aufbau einer zielgerichteten Routine vor dem Schlafengehen erschweren und sogar das Einschlafen im Bett erschweren
Das Schlafen auf der Couch scheint eine bequeme Lösung nach einem anstrengenden Tag zu sein, bietet aber nur selten eine angemessene Erholung. Infolgedessen wachen die Menschen müde auf, selbst wenn sie mehrere Stunden lang geschlafen haben. Dies geht aus der Website Eating Well hervor.
Veränderter zirkadianer Rhythmus
Nach Angaben des National Institute of Generat Medical Sciences reguliert der zirkadiane Rhythmus, der oft als „24-Stunden-Uhr“ des Körpers bezeichnet wird, wichtige Funktionen wie Schlaf, Hormone und Appetit.
Wenn Sie sich auf die Couch legen, anstatt ins Bett zu gehen, können Sie diesen Rhythmus stören, was im Laufe der Zeit Ihr Risiko für gesundheitliche Probleme wie Diabetes, Bluthochdruck und Stimmungsstörungen erhöhen kann.
Es ist wichtig, eine regelmäßige Schlafroutine zu haben. Auf der Couch zu liegen führt zu unvorhersehbaren Schlafzeiten, was sich negativ auf Ihren zirkadianen Rhythmus auswirkt.
Assoziationen
Im Idealfall sollte das Gehirn ein Bett mit Schlaf assoziieren. Das Liegen auf der Couch kann jedoch die Vorstellung des Gehirns, wann und wo es schlafen soll, durcheinander bringen.
Wenn der Schlaf willkürlich erfolgt, assoziiert das Gehirn die Ruhe nicht mit einer beständigen, sicheren Umgebung. Dies schwächt die Bildung einer Schlafumgebung und kann die Schlaflosigkeit mit der Zeit verschlimmern.
Wenn man regelmäßig auf der Couch schläft, kann es schwierig werden, eine zielgerichtete Routine vor dem Schlafengehen zu entwickeln, und es kann sogar schwieriger werden, im Bett einzuschlafen.
Rücken- und Nackenprobleme
Die meisten Menschen, die auf der Couch schlafen, haben eine schlechte Körperhaltung, die sich negativ auf Nacken, Rücken und Atmung auswirkt. Menschen mit Nacken- und Rückenschmerzen schlafen eher auf dem Bauch oder in ungestützter Seitenlage, was ziemlich typisch für ein Nickerchen auf der Couch ist.
Lange Arbeitstage können den Bewegungsapparat zusätzlich belasten, und ohne die richtige Unterstützung kann die Wirbelsäule verformt werden, was zu verstärkten Rückenschmerzen führt.
Das Schlafen in einem bequemen Bett – entweder auf dem Rücken oder in Seitenlage mit Unterstützung – kann dazu beitragen, diese Wirbelsäulenprobleme zu vermeiden.
Schlechte Schlafqualität
Das US-Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention informiert uns darüber, dass nächtliches Schlafen auf der Couch dazu führen kann, dass man am nächsten Tag noch müder ist.
Das Schlafen auf der Couch verkürzt oft die Gesamtschlafdauer und verstärkt nur die Störungen, die eher zu erhöhter Müdigkeit als zu Erholung führen. Die Couch befindet sich in der Regel an einem Ort mit „hoher Stimulation“ – mit Lichtern und Geräten wie dem Fernseher, die den Tiefschlaf beeinträchtigen.
Für einen besseren Schlaf sind ein ruhiges, entspannendes Schlafzimmer und regelmäßige Nickerchen der Schlüssel. Selbst häufige Mittagsschläfchen auf der Couch können den Schlaf stören und die allgemeine Schlafqualität beeinträchtigen.
Was ist zu tun?
- Schaffen Sie ein beruhigendes Ritual. Entwickeln Sie eine Routine, die Ihrem Nervensystem signalisiert, dass die Zeit langsamer wird. Ziehen Sie sich um, schalten Sie das Licht aus oder gehen Sie für fünf Minuten nach draußen, um den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen.
- Vermeiden Sie Bildschirme vor dem Schlafengehen. Das abendliche Blättern in den sozialen Medien auf dem Handy kann den Schlaf beeinträchtigen. Verzichten Sie mindestens 30-60 Minuten vor dem Schlafengehen auf solche Geräte, um die Melatoninproduktion zu fördern. Lesen Sie stattdessen lieber, hören Sie beruhigende Musik oder führen Sie ein Tagebuch.
- Halten Sie sich an einen festen Schlafrhythmus. Jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und aufzuwachen, hilft bei der Regulierung des zirkadianen Rhythmus und unterstützt die allgemeine Gesundheit, einschließlich Wachsamkeit, geistige Gesundheit, kognitive Funktion, Stoffwechselgesundheit und Schlafqualität.
Wählen Sie eine realistische Zeit, die sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht ermöglicht, auch an Wochenenden.
