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Überschüssige Flüssigkeit kann den Körper zusätzlich belasten und den Verlauf von chronischen Krankheiten verschlimmern
Viele Menschen haben sich an die Regel „8 Gläser Wasser pro Tag“ gewöhnt, aber es gibt keine allgemeingültige Norm. Der Flüssigkeitsbedarf des Körpers hängt vom Gewicht, dem Grad der körperlichen Aktivität, dem Klima und sogar vom Alter ab. Die Kardiologin Olena Solomko erzählte RBC-Ukraine davon, berichtet AOinform.
Ist übermäßiger Wasserkonsum unbedenklich?
Dem Experten zufolge steigt der Wasserbedarf in der Hitze oder bei intensivem Training drastisch an. Gleichzeitig lässt der Durstmechanismus nach dem 50. Lebensjahr allmählich nach, so dass die Menschen eine Dehydrierung möglicherweise nicht bemerken.
Aus diesem Grund gilt das höhere Alter als Risikofaktor für Dehydrierung, die sich negativ auf Herz, Blutdruck und die allgemeine Gesundheit auswirken kann.
Aber auch ein übermäßiger Wasserkonsum ist nicht ungefährlich. Menschen mit Nieren- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Menschen, die bestimmte Medikamente, insbesondere entzündungshemmende Medikamente, einnehmen, sollten vorsichtig sein.
Ein Übermaß an Flüssigkeit kann den Körper zusätzlich belasten und den Verlauf chronischer Krankheiten verschlimmern.
Ein Kardiologe weist darauf hin, dass reines Wasser nach wie vor die beste Methode ist, um das Gleichgewicht ohne zusätzliche Kalorien und Koffein zu halten. Nicht jeder weiß jedoch, dass wir etwa 20 Prozent unserer Flüssigkeit über die Nahrung – Suppen, Gemüse und Obst – aufnehmen. Den Rest können verschiedene Getränke liefern. Tee, Kaffee oder Säfte sind Teil des gesamten Wasserhaushalts, solange die Zuckerzufuhr nicht überschritten wird.
Im Winter trinken viele Menschen weniger, und das ist normal: Der Körper versucht natürlich, sich warm zu halten. Wenn das Wasser jedoch „nicht reingeht“, rät der Arzt, sich nicht zu zwingen, sondern nach Alternativen zu suchen.
Wie man den Wasserhaushalt in der kalten Jahreszeit aufrechterhält:
- Wählen Sie warmes Wasser oder Kräutertees, fügen Sie Zitrone oder Ingwer hinzu;
- essen Sie mehr erste Mahlzeiten und saftiges Gemüse;
- Beobachten Sie die Farbe des Urins – eine helle Strohfarbe deutet auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hin, eine dunklere Farbe auf einen Flüssigkeitsmangel;
- Schaffung einfacher Gewohnheiten, z. B. ein Glas Wasser direkt nach dem Aufwachen, um dem Körper einen sanften „Kickstart“ zu ermöglichen.
Der wichtigste Ratschlag des Arztes lautet, nicht zu versuchen, unbedingt die üblichen zwei Liter zu trinken. Viel wichtiger ist es, auf den eigenen Körper zu hören, sich vom Durstgefühl und dem allgemeinen Befinden leiten zu lassen.

