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Psychologen raten, keine überzogenen Erwartungen zu haben und sich nicht auf einen Machtkampf mit solchen Menschen einzulassen
Psychologieexperten warnen, dass der Umgang mit Menschen mit ausgeprägten narzisstischen Zügen ernsthafte emotionale Schäden verursachen kann, wenn keine klaren Grenzen eingehalten werden. Experten haben erklärt, welche Fehler zu vermeiden sind und wie man die Risiken für die eigene psychische Gesundheit minimieren kann, schreibt Parade.
Wer ist ein „hochgradiger Narzisst“?
Laut Maya Klein, PhD, gibt es ein breites Spektrum von Narzissmus, das vom „hyper-aufmerksamen“ bis zum „unaufmerksamen“ Typus reicht. Erstere sind sich möglicherweise nicht bewusst, wie schädlich sie für andere sind, während letztere sich zu sehr darauf konzentrieren, wie sie wahrgenommen werden.
Lainey Butler, PhD, erklärt, dass es sich bei einem „hochgradigen Narzissten“ nicht um eine klinische Diagnose handelt, sondern eher um eine Beschreibung einer Person mit ausgeprägten narzisstischen Zügen. Nach außen hin mag eine solche Person erfolgreich, charismatisch und sozial anpassungsfähig erscheinen, aber in engen Beziehungen wirkt sich ihr Verhalten oft zerstörerisch aus.
Der Hauptfehler besteht darin, seine Gefühle zu leben
Psychologen betonen: Sie sollten niemals die Verantwortung für die Gefühle und Bedürfnisse eines Narzissten übernehmen. Ständige Versuche, seine Stimmungen anzupassen oder zu „regulieren“, können zu emotionaler Erschöpfung führen.
„Die Psychologie des Narzissten ist eher auf Selbstschutz als auf Gegenseitigkeit ausgerichtet, und das untergräbt Ihr Wohlbefinden“, so Klein.
Butler fügt hinzu, dass Sätze wie „Regen Sie sich nicht auf“ oder „Beruhigen wir uns“ den Konflikt nur verschärfen können, weil sie als Versuch der Kontrolle wahrgenommen werden.
Drei weitere Dinge, die man vermeiden sollte
1. Haben Sie keine hohen Erwartungen
Dr. Tammy Causey rät, kein Einfühlungsvermögen, keine Sympathie oder tiefes Verständnis zu erwarten. Keine Erwartungen zu haben, hilft, Enttäuschungen zu vermeiden.
2. Versuchen Sie nicht, die Person zu „reparieren“.
Laut Klein haben viele Narzissten schwierige Kindheitserfahrungen gemacht, aber der Versuch, sie selbst zu „behandeln“, kann den Konflikt nur verstärken.
3- Lassen Sie sich nicht auf Machtkämpfe ein
Butler warnt vor dem „Tauziehen“ in Auseinandersetzungen. Der Wunsch, einen Standpunkt zu beweisen, endet oft in emotionaler Erschöpfung ohne jedes Ergebnis.
Wie man sich verhält
Experten raten, klare Grenzen zu setzen, ruhig zu bleiben und sich, wenn möglich, zu distanzieren. In manchen Fällen – vor allem im beruflichen oder familiären Bereich – ist es nicht möglich, Interaktionen ganz zu vermeiden. Eine Therapie, die Entwicklung von Fähigkeiten zur Emotionsregulierung und ein klares Bewusstsein für die eigenen Grenzen können helfen.
„Im Allgemeinen ist es am besten, sich aus der Situation herauszuhalten, wenn es möglich ist. Man bekommt keine Unterstützung, wenn man versucht zu kämpfen“, so Klein abschließend.
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