Bei einer Gartenbauvorlesung erzählte ein Agronom einmal von der Natur dieses Phänomens: Die Himbeere ist eine Pflanze mit einem oberflächlichen Wurzelsystem, das ständig auf der Suche nach neuen, fruchtbareren Flächen ist.
Wenn man ihren Appetit nicht einschränkt, füllt sie in ein paar Jahren die gesamte Parzelle und blockiert andere Kulturen. Aber er kann ohne Chemie gestoppt werden, berichtet der Korrespondent von .
Die wirksamste Methode, von der der Experte erzählte, ist das Ausheben von Barrieren. Eine gewöhnliche Platte aus Schiefer oder altem Eisen, die rund um die Himbeerpflanze 50-60 cm tief in den Boden eingegraben wird, wird zu einer unüberwindbaren Barriere für die kriechenden Wurzeln.
Die Wurzeln stützen sich auf das Hindernis und kehren um, so dass sie in der zugewiesenen Zone bleiben. Einige Gärtner verwenden zu diesem Zweck spezielles Bordsteinband oder Dachpappe, aber Schiefer hält ihrer Meinung nach länger und verrottet nicht im Boden.
Die Hauptsache ist, dass die Platten intakt sind und die Fugen zwischen ihnen den Wurzeln keine Schlupflöcher bieten, um in die Freiheit zu gelangen. Aber eine Barriere ist nur die halbe Miete.
Himbeeren flüchten dorthin, wo der Boden lockerer und nährstoffreicher ist. Wenn Sie Ihre Anpflanzungen regelmäßig mit einer dicken Humus- oder Kompostschicht mulchen, müssen die Wurzeln weniger Nahrung finden und bleiben innerhalb des Himbeerbeetes, ohne zu versuchen, neue Gebiete zu erobern.
Auch der Rückschnitt beeinflusst die Aggressivität der Himbeeren. Lässt man zu viele alte Triebe stehen, wird der Strauch dichter, und die jungen Triebe sind gezwungen, Licht und Platz außerhalb der zugewiesenen Zone zu suchen. Das rechtzeitige Entfernen von abgestorbenen Zweigen und überflüssigen Wurzeltrieben diszipliniert die Pflanze.
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