Warum Vitamine in Pillenform schlechter sind als Obst und Gemüse: eine unerwartete Entdeckung

Früher dachten wir, dass moderne Vitaminkomplexe ein bequemer Ersatz für eine gesunde Ernährung sind.

Man schluckt eine Pille und hat seinen Tagesbedarf gedeckt, man muss sich nicht mehr um Salat und Grünzeug kümmern, so der -Korrespondent.

Doch eine neue Studie koreanischer Wissenschaftler, die Ende 2025 veröffentlicht wurde, lässt uns diesen Ansatz ernsthaft in Frage stellen und zu einfachen Lebensmitteln zurückkehren. Die Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen Vitamin-C-Quellen und dem Risiko von Altersschwäche, einem Zustand, den die Ärzte als Gebrechlichkeit bezeichnen und der die Lebensqualität älterer Menschen stark beeinträchtigt.

Es stellte sich heraus, dass ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse, das reich an natürlichem Vitamin C ist, dieses Risiko deutlich verringert, insbesondere bei Frauen. Eine Vitamin-C-Supplementierung hatte jedoch keine schützende Wirkung.

Diese wichtige Beobachtung bestätigt, was Ernährungswissenschaftler schon seit langem sagen: Vitamine und andere Nährstoffe wirken nicht isoliert, sondern in Kombination mit Ballaststoffen, Phytonährstoffen und anderen Bestandteilen von Vollwertkost.

Der Körper ist evolutionär so angepasst, dass er von einer komplexen Lebensmittelmatrix profitiert und nicht von isolierten chemischen Verbindungen, auch wenn diese in ihrer Zusammensetzung identisch sind.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass eine Verbesserung der Gesamtqualität der Ernährung weitaus wirksamer ist, um altersbedingten Problemen vorzubeugen, als auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen.

Sie können jahrelang teure Vitaminkomplexe zu sich nehmen und sich wundern, warum sich Ihre Gesundheit nicht verbessert, oder Sie können einfach mehr Gemüse und Grünzeug auf Ihren Teller geben und echte, von der Wissenschaft bestätigte Ergebnisse erzielen.

Eine andere Studie in den Niederlanden hat gezeigt, dass selbst bescheidene Veränderungen in der Ernährung – mehr Obst um 10-15 % und Gemüse um 6 % bei gleichzeitiger Reduzierung von Fleisch und Milchprodukten um 20-50 Gramm pro Tag – die Gesundheitsergebnisse deutlich verbessern und den CO2-Fußabdruck verringern können.

Und diese Veränderungen sind für jeden erreichbar und verursachen keine zusätzlichen Kosten.

Eine weitere Studie, die den Zusammenhang zwischen pflanzlichen Nitraten und Nitriten und Stoffwechselparametern untersuchte, bestätigte das Potenzial von Gemüse zur Verbesserung der kardiometabolischen Gesundheit.

Teilnehmer mit einer hohen Zufuhr an pflanzlichen Nitraten hatten einen niedrigeren Blutdruck und bessere Zucker- und Cholesterinwerte. Auch hier ging es um Vollwertkost, nicht um Nahrungsergänzungsmittel.

Wenn man also die Wahl hat zwischen einer weiteren schönen Dose Vitamine und einer zusätzlichen Portion Gemüse, rät die Wissenschaft heute, sich für Letzteres zu entscheiden. Das soll nicht heißen, dass Nahrungsergänzungsmittel nutzlos sind – bei nachgewiesenen Mängeln sind sie notwendig und wirken wie Medikamente.

Aber zur Vorbeugung und für die langfristige Gesundheit kann nichts die normale Nahrung ersetzen, an die wir uns im Laufe von Millionen von Jahren der Evolution gewöhnt haben.

Lesen Sie auch

  • Wie das Mikrobiom uns Lust auf Süßes macht und wer wirklich Schuld daran ist
  • Was passiert, wenn man drei einfache Gewohnheiten kombiniert: Ergebnisse, die Skeptiker überraschen werden


Share to friends
Rating
( No ratings yet )
Nützliche Tipps und Lifehacks für den Alltag