Eine Frau besuchte einmal die Datscha eines Freundes, der für seine Experimente berühmt ist, und sah eine seltsame Konstruktion: ein altes rostiges Fass, das bis oben hin mit Grünzeug gefüllt war, aus dem Gurkenzweige mit Dutzenden von Eierstöcken herausragten.
Auf die Frage nach dem Grund für diese Komplikationen lächelte der Besitzer nur rätselhaft und bot an, die Ernte mit der eines normalen Beetes zu vergleichen, berichtet der Korrespondent von .
Der Unterschied erwies sich als kolossal. In der Tonne waren die Gurken doppelt so aktiv und beanspruchten nur ein Minimum an Platz.
Das Geheimnis ist einfach: Auf begrenztem Raum erwärmt sich der Boden im Frühjahr schneller, und verrottende Pflanzenreste am Boden setzen Wärme und Kohlendioxid frei, die Gurken so sehr lieben. Die Wurzeln fühlen sich unter solchen Bedingungen wie in einem Gewächshaus.
Die wichtigste Regel bei der Bepflanzung eines Fasses ist die richtige Befüllung. Am Boden werden Zweige, grobes Gras und Küchenabfälle platziert, die den Boden darüber übervölkern und erwärmen werden.
Dann kommt eine Schicht aus Wandergras oder Kompost, gemischt mit Gemüsegartenerde, und nur in dieses nahrhafte Polster werden Samen oder Setzlinge gepflanzt. Die Pflege solcher Gurken unterscheidet sich ebenfalls von der traditionellen.
Man muss zwar öfter gießen, weil die Erde in der Tonne schneller austrocknet, aber Unkraut jäten ist praktisch überflüssig – Unkraut kann einfach nirgendwo wachsen. Und die Zweige hängen schön herab, was Platz spart und kein Anbinden an Spalieren erfordert, was besonders für ältere Gärtner praktisch ist.
Nachbarn der Frau haben sich angesichts dieser Erfahrung ebenfalls von der Idee anstecken lassen und wetteifern nun, wer die grünere Tonne hat. Einige haben sich darauf eingestellt, gleich mehrere Sorten mit unterschiedlichen Reifeterminen in einen Container zu pflanzen und sich so ohne Unterbrechung bis in den Herbst mit frischen Gurken zu versorgen.
Das hat jedoch einen Nachteil: In einem kleinen Bodenvolumen sind die Nährstoffe schnell aufgebraucht. Deshalb müssen die Gurken in einem Fass alle paar Wochen mit einem Aufguss aus Gras oder Asche gefüttert werden, sonst geht die Ernte stark zurück.
Der Besitzer des Versuchsfasses gießt sie direkt auf die Blätter mit verdünnter Kuhbohne, und die Gurken antworten ihm mit großer Dankbarkeit. Jetzt denkt die Frau selbst daran, ein paar solcher „Gurkentürme“ auf ihrem Grundstück anzulegen
Schließlich ist das nicht nur praktisch und produktiv, sondern sieht auch sehr dekorativ aus – eine grüne Oase in der Mitte des Grundstücks, die die Aufmerksamkeit aller Gäste auf sich zieht und gesunden Neid hervorruft.
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