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Es ist nicht notwendig, Pflanzen mit aggressiver Chemie gegen Insekten und Krankheiten zu behandeln
Viele Gartenneulinge sind überrascht, wenn erfahrene Gärtner z. B. gewöhnliche Milch in die Sprühflasche geben. Von außen betrachtet erscheint es seltsam, aber diese Technik wird seit vielen Jahren angewandt und gewinnt heute wieder an Popularität.
Sehen wir uns an, wie man Setzlinge gegen Schädlinge behandelt: mit Volksheilmitteln oder speziellen Repellentien, und was tatsächlich wirksamer ist.
Wie werden Setzlinge am besten besprüht – stimmt es, dass Milch hilft?
Der Grund für die neue Welle der Beliebtheit von Naturheilmitteln für den Gemüsegarten ist einfach: Immer mehr Menschen versuchen, Pflanzen mit sanften Mitteln zu schützen, ohne chemische Präparate zu missbrauchen.
Milchlösung ist ein mildes natürliches Mittel zur Vorbeugung. Sie enthält Proteine und Milchzucker, die beim Aufsprühen einen dünnen Schutzfilm auf der Oberfläche der Blätter bilden. Dies schafft ungünstige Bedingungen für die Entwicklung von Pilzinfektionen.
Besonders häufig wird diese Methode gegen den Echten Mehltau eingesetzt, eine Krankheit, die sich in einer feuchten Umgebung aktiv entwickelt und geschwächte Pflanzen befällt. Die Milchbehandlung trägt dazu bei, das Risiko des Auftretens der Krankheit zu verringern und die Ausbreitung der Sporen zu verlangsamen.
Es wird auch angenommen, dass eine solche Lösung die natürliche Widerstandskraft der Setzlinge unterstützt. Es handelt sich nicht um ein Medikament im direkten Sinne, aber es hilft den Pflanzen, ungünstige Bedingungen leichter zu ertragen.
Es ist wichtig zu beachten, dass nur verdünnte Milch verwendet werden sollte. Unverdünnte Milch kann einen klebrigen Rückstand hinterlassen und Insekten anlocken.
Womit man Setzlinge besprüht, um sie am Ausreißen zu hindern
Ein weiteres Problem, abgesehen von Schädlingen und Krankheiten, ist das Überwachsen der Setzlinge. Um dies zu verhindern, werden die Pflanzen in der Regel mit Wachstumsregulatoren behandelt, die den Aufwärtszug des Stängels bremsen und die Wurzelentwicklung anregen.
In diesem Fall gibt es aber auch Volksheilmittel. So kann beispielsweise das Besprühen mit einem Ascheaufguss, die Fütterung mit Hefe sowie die Senkung der Temperatur und die Einschränkung der Bewässerung helfen.
Wie man Setzlinge füttert, damit sie dick und stark werden
Milchlösung ist eines der besten Mittel, die Sie auf Ihre Setzlinge sprühen können, um deren Qualität und Gesundheit zu verbessern. Neben der hohen Wirksamkeit können wir getrost auch das Budget und die Verfügbarkeit der Zutaten in die Liste der Vorteile aufnehmen.
In der Regel bereiten Sie eine Lösung mit einer Konzentration von etwa 10-20 % Milch vor – das reicht für eine vorbeugende Wirkung und ist sicher für junge Blätter.
Manchmal werden der Mischung ein paar Tropfen Jod zugesetzt, um die antiseptischen Eigenschaften zu verstärken. Mit diesem Bestandteil sollte man jedoch vorsichtig sein: Übermäßige Mengen an Jod können die Pflanzen ernsthaft schädigen.
Neben ihrer Schutzfunktion dient die Milchlösung teilweise auch der Blattdüngung. Eine geringe Menge an Spurenelementen wird von den Blättern aufgenommen und unterstützt die Entwicklung der Keimlinge.
Das Sprühen erfolgt am besten in den Morgen- oder Abendstunden. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann das Mittel ungleichmäßig trocknen und eine helle Patina hinterlassen. Es ist auch besonders nützlich bei bewölktem Wetter, da die Pflanzen in solchen Zeiten geschwächt sind.
Die Methode eignet sich für Tomaten, Gurken, Paprika und Kohl – Kulturen, die häufig unter Pilzkrankheiten leiden. Den Rückmeldungen der Datscha-Anbauer zufolge werden die Setzlinge bei regelmäßiger Anwendung stärker und stabiler.
Trotz ihrer Einfachheit ist diese Technik nach wie vor sehr gefragt. Manchmal sind es die erschwinglichsten Mittel, die sich als zuverlässige Unterstützung für die künftige Ernte erweisen.

