Warum Johannisbeeren ihre Blätter kräuseln und wie man den Strauch wieder zum Leben erweckt: Diagnose durch Knospen

Letzten Sommer bemerkte eine Frau ein seltsames Bild an ihren schwarzen Johannisbeeren: Die jungen Blätter an den Spitzen der Triebe rollten sich zu einer Röhre zusammen, trockneten aus und sahen aus, als wären sie verbrannt worden.

Ein Nachbar, der dies gesehen hatte, diagnostizierte sofort, dass es sich um Blattläuse handelte, und riet, dringend Maßnahmen zu ergreifen, bevor sich die Schädlinge auf den ganzen Garten ausbreiten, berichtet der -Korrespondent.

Es stellte sich heraus, dass es zwei Arten von Blattläusen gibt, die Johannisbeeren befallen: Blattgallen, die sich auf der Blattunterseite ansiedeln und Blähungen verursachen, und Sprossläuse, die sich auf den Blattspitzen ansiedeln und junge Blätter verdrehen. Die Bekämpfungsmethoden sind leicht unterschiedlich, obwohl sich beide Schädlinge von den Pflanzensäften ernähren und den Strauch schwächen.

Die einfachste und sicherste Methode, von der uns ein Nachbar berichtete, ist das Besprühen mit einer Seifen- und Sodalösung. Ein Esslöffel Natron und Flüssigseife auf einen Liter Wasser, und mit dieser Mischung sollten alle Triebe gründlich behandelt werden, vor allem auf der Unterseite der Blätter, wo sich die Schädlinge verstecken.

Die Seife bildet einen Film, und das Natron verbrennt die empfindlichen Blattläuse. Wichtig ist jedoch, dass man mit der Behandlung nicht zu spät kommt.

Wenn die Blätter bereits stark verdreht sind, fühlen sich die Blattläuse in ihrem Inneren sicher, und die Lösung kommt dort einfach nicht an. In einem solchen Fall ist es besser, die beschädigten Spitzen abzuschneiden und zu verbrennen, damit sich die Schädlinge nicht weiter am Strauch ausbreiten können.

Eine weitere Ursache für das Verdrehen der Blätter, die viele Menschen vergessen, ist die Anthraknose. Diese Pilzkrankheit äußert sich durch braune Flecken und Einrollen der Ränder der Blattplatte.

Hier hilft keine Seife, sondern kupferhaltige Präparate oder zumindest das Besprühen mit einem Aufguss aus Asche, der die Entwicklung des Pilzes unterdrückt. Ameisen helfen oft den Blattläusen, sich auf dem Strauch auszubreiten, indem sie sie wegen der süßen Sekrete zu neuen Trieben tragen.

Wenn die Ameisen nicht bekämpft werden, kehren die Blattläuse nach jeder Behandlung immer wieder zurück.

Die Frau inspiziert jetzt regelmäßig die Johannisbeeren, schaut unter jedes Blatt und greift bei den ersten Anzeichen von Problemen zum Spritzgerät. Vor allem aber hat sie erkannt, dass eine Vorbeugung im zeitigen Frühjahr, bevor sich die Knospen öffnen, die meisten Probleme im Sommer, wenn die Schädlingsbekämpfung bereits schwieriger ist, beseitigt.

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