Warum Tomatenblätter abschneiden und wann man es ohne Schaden tun kann: Operation auf dem Bett

Eine Frau hat lange gezögert, die Blätter ihrer Tomaten abzuschneiden, weil sie glaubte, dass die Natur selbst weiß, wie viel Grün die Pflanze braucht.

Die Sträucher wuchsen üppig und schön, aber es gab verdächtig wenig Früchte an ihnen, und sie reiften spät, versteckt im dichten Laub, wie in einem Dschungel, berichtet der Korrespondent von .

Ich musste einen erfahrenen Tomatenzüchter um Rat fragen. Er wies mich sofort auf den Fehler hin: Im dichten Blattwerk bekommen die Früchte nicht genug Sonne, aber Pilze und Phytophthora fühlen sich im feuchten Schatten sehr wohl.

Das Entfernen der Blätter ist keine Laune, sondern eine lebenswichtige Notwendigkeit für die Gesundheit des Strauches und die Qualität der Ernte. Aber es sollte wissenschaftlich erfolgen, nicht wahllos.

Blätter, die den Boden berühren, kommen als erstes unter das Messer. Sie arbeiten ohnehin nicht für die Photosynthese, sondern dienen als Brücke für die Infektion vom Boden zur Pflanze.

Sie werden entfernt, sobald der Strauch aktiv zu wachsen beginnt, wobei ein kahler Stamm von unten übrig bleibt, so dass die Luft frei zirkulieren und der Boden belüftet werden kann. Im nächsten Schritt werden die Blätter entfernt, die die Fruchtstände verdecken.

Der Tomatenzüchter erklärt: Nicht die Blätter brauchen Sonne, sondern die Tomaten selbst zum Füllen und Färben. Alles, was in die Höhe wächst und die Quaste beschattet, sollte nach und nach entfernt werden, damit jede Frucht ihre eigene Portion UV-Licht und Wärme bekommt.

Maßhalten ist wichtig. Sie dürfen nicht mehr als zwei oder drei Blätter auf einmal vom Strauch entfernen, da die Pflanze sonst einen Schock erleidet und ihre Eierstöcke abwirft.

Es ist besser, diesen Eingriff einmal pro Woche vorzunehmen, und zwar jeweils ein wenig, damit der Strauch Zeit hat, sich anzupassen und die Wunden zu heilen, die in der Sonne schnell austrocknen. Die Nordseite des Strauches wird ebenfalls aktiver ausgelichtet, weil dort noch wenig Sonne ist und die Stagnation der feuchten Luft gewährleistet ist.

Die Südseite hingegen kann man etwas üppiger belassen, um die Früchte an besonders heißen Tagen vor Verbrennungen zu schützen. Hier ist ein individueller Ansatz gefragt, keine Schablone.

Der Autor macht jetzt wöchentliche Überarbeitungen im Gewächshaus mit der Gartenschere in der Hand. Die Pflanzen reifen früher, die Pinsel hängen im Freien, und Phytophthora meidet die belüfteten und beleuchteten Sträucher.

Es hat sich herausgestellt, dass man manchmal das Überflüssige entfernen muss, um zu helfen, und die Pflanzen sind für solche Eingriffe nur dankbar.

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