Was Eltern tun, mit denen ihre Kinder nicht kommunizieren wollen: die 9 wichtigsten Fehler

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Psychologen sind der Meinung, dass das Problem oft nicht in der Gleichgültigkeit liegt, sondern in unbemerkten Handlungen, die Spannung und Abstoßung erzeugen

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Viele Eltern fragen sich zu Recht, warum ihre erwachsenen Kinder seltener anrufen, Besuche aufschieben oder versuchen, Gespräche zu begrenzen. Psychologen sind der Meinung, dass das Problem oft nicht in der Gleichgültigkeit liegt, sondern in unauffälligen Verhaltensweisen, die Spannungen erzeugen und sie wegstoßen.

Manche dieser Verhaltensweisen scheinen „fürsorglich“ zu sein, dienen aber in Wirklichkeit nur dazu, die Distanz zu verstärken. VegOut spricht über die 9 wichtigsten Fehler, die die Beziehung zwischen Kindern und Eltern schnell zerstören.

Manipulation der Schuldgefühle

Sätze wie „Ich bin nicht ewig hier“, „Du kommst nicht oft hierher“ oder „Den Kindern der anderen geht es besser“ scheinen ein Versuch zu sein, Aufmerksamkeit zu erregen, aber sie bewirken das Gegenteil. Sie rufen bei den erwachsenen Kindern kein Mitgefühl hervor, sondern emotionale Müdigkeit und den Wunsch, sich zu distanzieren.

Schuldgefühle schaffen keine herzlichen Beziehungen, sondern sind eine Pflicht, die man vermeiden möchte. Auf lange Sicht werden solche Sätze zu einem Grund für die Abkühlung der Beziehungen.

Unaufgeforderte Ratschläge in jedem Gespräch

Eltern scheinen hilfreich zu sein, wenn sie Sätze mit „Du solltest…“ oder „Warum tust du das nicht“ beginnen. Aber für erwachsene Kinder klingt das wie Kritik und eine Erinnerung daran, dass sie noch nicht als Erwachsene gelten.

Solche Ratschläge führen zu einer angespannten Gesprächssituation, so dass die Kinder dazu neigen, weniger über ihr Leben zu sprechen. Der Wechsel vom Coaching zum aufmerksamen Zuhören ist der Schlüssel zur Aufrechterhaltung der Intimität.

Behandlung erwachsener Kinder als Heranwachsende

Eltern bemerken oft gar nicht, wie sie in den Kontrollmodus übergehen: Sie erinnern an alltägliche Kleinigkeiten, fragen nach Zeitplänen, stellen bewertende Fragen. Erwachsene Kinder nehmen dies als ein Signal wahr, dass sie nicht als unabhängig angesehen werden.

Sie beginnen, Gesprächen aus dem Weg zu gehen, um ihre eigenen Grenzen zu wahren. Sie müssen nicht immer ein strenger Lehrer sein, lernen Sie, Ihre Kinder zu respektieren.

Nur in der Vergangenheit leben

Nostalgie ist verbindend, aber nur, wenn sie nicht jeden Dialog ersetzt. Wenn Eltern immer wieder auf alte Geschichten zurückgreifen, machen sie ungewollt deutlich, dass sie die erwachsene Version ihrer Kinder nicht sehen.

Dann wird jedes Gespräch zu einem Schwelgen in Erinnerungen, anstatt neue gemeinsame Momente zu schaffen. Kinder werden entfremdet, weil sie in ihrer aktuellen Realität gehört werden wollen.

Vergleich mit anderen Familien

Selbst unschuldige Vergleiche untergraben schnell die Glaubwürdigkeit: Sätze wie „die Tochter meiner Freundin macht das“ oder „der Enkel meines Nachbarn hilft so“ klingen wie: „Du bist nicht gut genug“. Erwachsene Kinder nehmen dies schmerzlich wahr und beginnen, sich zu verschließen.

Durch den Vergleich werden ihre eigenen Bemühungen und ihre Art, Liebe zu zeigen, abgewertet. Dieses Verhalten vergrößert nur die Distanz.

Eine ständige Erinnerung an ihre Fehler in der Vergangenheit

Wenn Eltern alte Fehler (im finanziellen, häuslichen oder persönlichen Bereich) immer wieder aufgreifen, werden Kinder schnell müde. Sie öffnen sich nicht mehr, weil sie nicht noch einmal von den Fehlern der Vergangenheit hören wollen. Die Gespräche werden oberflächlich und das Vertrauen schwindet. Selbst gute Absichten verlieren sich hinter einem Gefühl der Kontrolle.

Verlagerung der eigenen Gefühlslage auf Kinder

Wenn Eltern von ihren erwachsenen Kindern erwarten, dass sie die Einsamkeit ausgleichen oder die Hauptquelle der Freude sind, stellt dies eine unangemessene Belastung dar. Kinder beginnen, sich für die Stimmung und das Wohlbefinden ihrer Eltern verantwortlich zu fühlen, was anstrengend und beängstigend ist.

Solche Beziehungen lassen keinen Raum für Leichtigkeit. Der beste Weg, den Kontakt aufrechtzuerhalten, besteht darin, ein eigenes Leben zu führen, anstatt sich nur auf die Kinder zu verlassen.

Wettstreit um Aufmerksamkeit

Der Vergleich der Besuchshäufigkeit, der Unmut darüber, dass die Kinder mehr Zeit mit anderen verbringen – all das führt zu Spannungen. Erwachsene Kinder vermeiden Situationen, in denen sie sich für ihre Zeitpläne entschuldigen müssen.

Wenn der Wettbewerb verschwindet, wird es mehr Aufrichtigkeit geben. Dann werden die Treffen zu einem Wunsch und nicht zu einer Verpflichtung.

Persönliche Grenzen ignorieren

Die Eltern bringen oft Themen zur Sprache, die die Kinder nicht ansprechen wollen (Gewicht, Politik, Beziehungen oder Lebensstil). Jede solche Beleidigung nimmt den Kindern den Wunsch, offen zu sein.

Mit der Zeit hören sie auf, selbst wichtige Neuigkeiten mitzuteilen, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Die Achtung von Grenzen ist eine der stärksten Liebesbekundungen in Beziehungen zwischen Erwachsenen.

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