Beim Bohren von Löchern in dichten Materialien bei Renovierungsarbeiten kann das Schneidewerkzeug brechen und in einer Wand oder einem Bauteil stecken bleiben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, es herauszuholen, ohne die umgebende Oberfläche zu beschädigen. Es kommt darauf an, welche Werkzeuge Sie zur Hand haben und wie tief der Bruch sitzt.
Mit einer Zange
Wenn die Kante des Spans so weit herausragt, dass sie gegriffen werden kann, hilft eine normale Zange. Man klemmt die überstehende Spitze ein und beginnt, sie langsam gegen den Verlauf des Gewindes zu drehen. In der Regel löst sich nach einigen Bewegungen die Spannung im Kanal und der Rückstand kommt leicht heraus, ohne die Lochwände zu beschädigen.
Bewaffnet mit einer Mutter und einem Schweißgerät
Diese Methode wird angewandt, wenn Schweißkenntnisse vorhanden sind und es nicht möglich ist, das Werkzeug an der Kante des Bohrers festzuhalten. Es wird eine Mutter mit demselben Durchmesser wie das Loch benötigt. Sie wird direkt über dem gebrochenen Teil platziert und mit den Trümmern punktgeschweißt. Wenn die Schweißnaht abgekühlt ist, wird die Mutter verwendet, um den Bohrer herauszuschrauben. Dies ist ein sicherer Weg, um auch tief sitzenden Stahl herauszubekommen.
Kernbohren
Die Spitze des Kerns wird in die Nut des Bohrers gesteckt und es werden kurze, präzise Schläge ausgeführt. Es ist darauf zu achten, dass sich der Splitter gegen den Uhrzeigersinn zu drehen beginnt. Dabei empfiehlt es sich, den Hohlraum mit Druckluft auszublasen, damit mikroskopisch kleine Metallpartikel den Mechanismus nicht verkeilen. Wenn sich der Splitter bewegt hat, kann die endgültige Extraktion mit einem starken Neodym-Magneten durchgeführt werden.
Ausbohren des Fragments
Die Verwendung eines hochfesten Kobaltbohrers ist ein letzter Ausweg und erfordert äußerste Vorsicht. Bei unvorsichtiger Bewegung besteht nämlich die Gefahr, dass die Hartmetallwerkzeuge beschädigt oder der Durchmesser des Kanals irreparabel vergrößert wird. Diese Methode eignet sich nur für Situationen, in denen eine präzise Passung nicht wichtig ist und andere Methoden zur Lösung des Problems versagt haben.
Zerkleinern des Bohrers in kleine Fragmente
Eine andere Taktik besteht darin, den festsitzenden Bohrer vollständig zu zerstören. Mit Hilfe eines angespitzten Nagels oder Gewindebohrers wird das Fragment methodisch in kleine Krümel verwandelt. Die Metallstücke müssen nach und nach abgebrochen werden, wobei die Fragmente ständig ausgeschüttelt oder mit einem Kompressor ausgeblasen werden. Dies ist eine arbeitsintensive, aber effektive Methode für die schwierigsten Fälle, wenn das Werkzeug in großer Tiefe festsitzt.
