Wie man einen Nützling von einem Schädling unterscheidet: Warum man den Feind kennen muss, bevor man zum Sprühgerät greift

Beim Anblick von Horden kleiner Käfer auf Johannisbeerblättern gerät ein Gärtner auf der Datscha in Panik und greift zum stärksten Gift.

Oft fallen nicht nur Blattläuse und Raupen unter die scharfe Hand, sondern auch unsere treuen Verbündeten – räuberische Insekten, die Schädlinge effektiver vernichten als jede Chemie, berichtet der Korrespondent von .

Der Marienkäfer auf dem Beet ist keine niedliche Dekoration, sondern ein gefräßiger Wächter, der bis zu fünfzig Blattläuse an einem Tag fressen kann. Der Fehler vieler Gärtner besteht darin, dass sie einen regelrechten Krieg mit jedem sich bewegenden Lebewesen beginnen, ohne die Zusammensetzung der Art zu kennen.

Die Florfliege, der Käfer und sogar der gemeine Ohrwurm bringen viel mehr Nutzen als Schaden, wenn man ihre gastronomischen Vorlieben kennt. Der Käfer zum Beispiel jagt nachts Schnecken und Drahtwürmer und versteckt sich tagsüber in Felsspalten und wird oft für einen gefährlichen Schädling gehalten.

Als der Autor dieser Zeilen zum ersten Mal auf Dill krabbelnde Blattläuse mit einigen Larven bemerkte, griff die Hand selbst zum Spritzgerät. Doch bei näherer Betrachtung zeigte sich, dass die Larven die Blattläuse aktiv auffraßen, was bedeutete, dass sich das Problem in ein paar Tagen von selbst lösen würde, ganz ohne Absud.

Würde man mit Chemie eingreifen, müssten sowohl die Verteidiger als auch die Schädlinge vernichtet werden, so dass die Pflanzen ohne eine natürliche Armee dastünden. Es lohnt sich auch, einen Blick auf die Ameisen zu werfen, die viele Menschen nur als Schädlinge betrachten.

Ja, sie verbreiten Blattläuse, aber wenn man einen Ameisenhaufen in einem Gewächshaus besiedelt, ist das eine Katastrophe. Aber im Garten lockern sie den Boden und vernichten Raupen, und es ist wichtig, hier ein Gleichgewicht zu finden und nicht alles mit Dichlophos zu verbrennen.

Bevor man eine weitere Flasche der giftigen Flüssigkeit kauft, lohnt es sich, eine Lupe zu besorgen und das Leben im Garten an einem ruhigen sonnigen Tag zu beobachten. Oft stellt sich heraus, dass die Natur das Gleichgewicht bereits wiederhergestellt hat und unser Eingreifen das fragile Gleichgewicht nur stört und die Schädlinge dazu zwingt, zu mutieren und wieder zurückzukehren, allerdings bereits resistent gegen Gift.

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