Forscher der Universität Campinas haben herausgefunden, dass der regelmäßige Verzehr von Beeren die Gedächtnisleistung bei Menschen mit ersten Anzeichen einer kognitiven Beeinträchtigung leicht verbessert, Entzündungen verringert und die Insulinempfindlichkeit bei Fettleibigkeit verbessert. Die Ergebnisse der Analyse der klinischen Studie sind in der Zeitschrift Nutrients veröffentlicht.
Die Autoren analysierten Daten aus klinischen Studien, die in den letzten 20 Jahren veröffentlicht wurden. In den verschiedenen Studien wurde untersucht, wie sich Beeren auf Gedächtnis, Aufmerksamkeit und andere kognitive Funktionen sowie auf Indikatoren im Zusammenhang mit Übergewicht auswirken: Entzündungswerte, Insulinresistenz, Sättigungshormone und Wechselwirkungen zwischen Darm und Gehirn.
Die übereinstimmenden Ergebnisse betrafen vor allem das Gedächtnis.
Die Verbesserungen waren gering, wiederholten sich aber in allen Studien, insbesondere bei Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen, einem Zustand, der einer Demenz vorausgehen kann.
Die Forscher führen die Wirkung auf Polyphenole zurück, biologisch aktive Verbindungen, die in den Beeren reichlich vorhanden sind. Diese Verbindungen tragen dazu bei, chronische Entzündungen und oxidativen Stress zu verringern, die häufig mit Fettleibigkeit einhergehen und den altersbedingten Gehirnabbau beschleunigen.
Gleichzeitig betonen die Wissenschaftler: Es ist noch zu früh, um zu sagen, dass Beeren Demenz vorbeugen. Ihre Wirkung auf wichtige Marker der Neurodegeneration, wie β-Amyloid und Tau-Protein, ist in Studien am Menschen nicht ausreichend belegt.
Dennoch stellen die Autoren fest, dass die Aufnahme von Beeren in die Ernährung eine einfache und sichere Möglichkeit sein kann, das Gedächtnis und die Stoffwechselgesundheit zu unterstützen, insbesondere bei übergewichtigen Menschen.
