Die Ergebnisse einer Studie von Wissenschaftlern der Arabischen Universität Beirut wurden in der Zeitschrift Frontiers in Nutrition veröffentlicht.
Rooibos ist ein Getränk, das durch Aufbrühen der getrockneten, zerkleinerten Blätter und Triebe von Aspalathus linearis, einem Strauch aus der Familie der Hülsenfrüchte, hergestellt wird. Das Wort Rooibos bedeutet im südafrikanischen Sprachgebrauch „roter Busch“. Aufgrund seines geringen Koffeingehalts führt das Getränk nicht zu Schlaflosigkeit oder Dehydrierung.
Rooibos enthält verschiedene Metaboliten – biologisch aktive Substanzen, die den Geschmack, das Aroma und die Eigenschaften des Getränks beeinflussen. Forscher untersuchten einen wässrigen Extrakt des Getränks und identifizierten 43 dieser Stoffe, darunter Isoorientin, Rutin, Esculetin und Aspalatin.
Die effektivste Zubereitungsmethode war die Verwendung von 90 °C heißem Wasser für 10 Minuten – dadurch wurden die meisten Polyphenole extrahiert, die eine antioxidative und potenziell schützende Wirkung haben.
In Labortests hemmte der Rooibos-Extrakt das Wachstum der Bakterien Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeruginosa. Auf andere Mikroorganismen wie Escherichia coli und Salmonella typhimurium wurde keine signifikante Wirkung festgestellt. Die minimalen Hemmkonzentrationen variierten je nach Stamm.
Die Autoren des Papiers stellen fest, dass die Ergebnisse der Studie das Potenzial von Rooibos als funktionelles Getränk bestätigen. Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass sich die Daten bisher nur auf Laborbedingungen beziehen – es ist noch nicht möglich, den Tee direkt zur Behandlung bakterieller Infektionen einzusetzen. Weitere Studien am Menschen sind erforderlich, um den klinischen Nutzen zu bestätigen und die optimale Dosierung zu ermitteln.
