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Wenn Stress chronisch wird, kann das Nervensystem mehr Zeit in einem Zustand erhöhter Aktivierung verbringen
Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft können helfen, den Stresspegel zu senken, die Stimmung zu verbessern und das emotionale Gleichgewicht wiederherzustellen. Es lohnt sich, einige einfache Tipps zu befolgen, damit sie noch mehr Nutzen bringen. Die Website Eating Well berichtet darüber.
Warum der Aufenthalt im Freien Stress abbaut
Stressbedingte Gehirnaktivität wird reduziert
Wenn Sie gestresst sind, bleibt der Teil des Gehirns, der Ihnen hilft, potenzielle Bedrohungen zu erkennen und darauf zu reagieren, aktiv.
Viele Menschen, die unter chronischem Stress stehen, befinden sich in einem Zustand ständiger Wachsamkeit. Die natürliche Umgebung hilft, die Aufmerksamkeit wiederherzustellen und das Gefühl der ständigen Überwachung von Bedrohungen zu verringern. Diese Veränderung kann zu einer ruhigeren Stimmung und einer besseren emotionalen Regulierung beitragen.
Damit soll nicht gesagt werden, dass ein Spaziergang im Park ein Ersatz für eine Therapie oder psychologische Betreuung ist. Es geht darum, dass selbst ein relativ kurzer Kontakt mit einer natürlichen Umgebung dem Gehirn helfen kann, aus dem Modus der hohen Wachsamkeit herauszukommen und zu einer regulierteren Grundeinstellung zurückzukehren.
Bringt den Körper aus dem „Hit or Run“-Modus
Wenn Stress chronisch wird, kann das Nervensystem mehr Zeit in einem Zustand erhöhter Aktivierung verbringen. Dies bedeutet, dass die Herzfrequenz und der Blutdruck schneller ansteigen und der Spiegel von Stresshormonen wie Cortisol länger als normal erhöht bleibt.
Eine auf der Website Science Direct veröffentlichte Studie zeigt, dass der Aufenthalt in der natürlichen Umgebung mit messbaren Veränderungen dieser physiologischen Marker einhergeht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Aufenthalt in der Natur mit einer Senkung des Cortisolspiegels, der Herzfrequenz und des Blutdrucks verbunden ist.
Die Therapeutin Lindsay Paoli sagt, dass der Aufenthalt im Freien dem Nervensystem hilft, sich effizienter zu regulieren als in geschlossenen Räumen. Dies führt auch zu besserem Schlaf, klarerem Denken und weniger Reaktionen auf den täglichen Stress.
Bessere Konzentration
Wenn Sie ständig zwischen E-Mails, Besprechungen und Benachrichtigungen hin- und herwechseln, ist Ihr Aufmerksamkeitssystem über lange Zeiträume hinweg beschäftigt. Diese ständige Belastung kann dazu führen, dass Sie sich später am Tag nicht mehr so gut konzentrieren können.
In einer natürlichen Umgebung neigt die Aufmerksamkeit dazu, in einen weniger anspruchsvollen Modus zu wechseln. Dies kann zu einer geringeren geistigen Ermüdung und einer besseren Konzentration führen.
Wer sich nach einem anstrengenden Tag geistig erschöpft fühlt, kann sich an der frischen Luft ablenken und „neu starten“.
Wie man mehr Zeit in der Natur verbringen kann
Planen. Wählen Sie eine bestimmte Tageszeit für einen kurzen Spaziergang oder eine Aktivität im Freien, z. B. nach dem Mittagessen oder vor dem Abendessen. Wenn Sie dies in einem Kalender notieren, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Sie es regelmäßig tun.
Nimmt wenig Zeit in Anspruch. Schon 10-20 Minuten an der frischen Luft können ausreichen, um Stress abzubauen und sich zu konzentrieren. Eine tägliche, überschaubare Routine ist nachhaltiger als gelegentliche lange Spaziergänge.
Vermeiden Sie Gadgets an der frischen Luft. Legen Sie Ihr Handy während eines Spaziergangs weg, um Stress abzubauen. Schon ein paar Minuten ohne Geräte können das Erlebnis verändern.
Gemeinsam spazieren gehen. Laden Sie einen Freund oder ein Familienmitglied zu einem gemeinsamen Spaziergang oder Kaffee ein. Wenn Sie die Zeit an der frischen Luft mit geselligem Beisammensein verbinden, wird das noch mehr Vorteile bringen.
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