Was passiert, wenn man grünen Tee trinkt und Nüsse isst: Wissenschaftler haben einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Gehirnalterung gefunden

Ein Team israelischer Wissenschaftler führte ein groß angelegtes Experiment mit 294 Personen durch, die an abdominaler Adipositas litten, und die Ergebnisse waren beeindruckend.

Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt und ernährten sich 18 Monate lang auf unterschiedliche Art und Weise. Anschließend wurde der Zustand ihrer Gehirne verglichen, berichtet .

Die Wissenschaftler analysierten die Werte der Proteinmarker Gal-9 und DCN, die mit dem Alterungsprozess des Gehirns in Verbindung gebracht werden. Es stellte sich heraus, dass bei denjenigen, die eine „grüne“ mediterrane Diät (green-MED) einhielten, der Spiegel des gefährlichen Markers Gal-9 im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich stärker abnahm.

Was haben diese glücklichen Menschen also gegessen? Sie verzehrten täglich 28 Gramm Walnüsse, tranken 3-4 Tassen grünen Tee und 500 ml eines aus der Mankai-Pflanze hergestellten Getränks und reduzierten rotes und verarbeitetes Fleisch erheblich.

Die reguläre Mittelmeerdiät war ebenfalls gut, aber es waren der grüne Tee und die Nüsse, die eine zusätzliche Schutzwirkung hatten. Polyphenole, die in grünem Tee reichlich enthalten sind, können die Aktivierung von Mikroglia, einem Schlüsselfaktor für Neuroinflammation im zentralen Nervensystem, verringern.

Einfach ausgedrückt: Grüner Tee hilft, das „Feuer“ der Entzündung zu löschen, das die Neuronen zerstört und die Alterung des Gehirns beschleunigt. Zusätzliche Analysen zeigten einen starken Zusammenhang zwischen dem Genuss von vier Tassen grünem Tee und sieben Portionen Walnüssen pro Woche und einer Verringerung der Gal-9-Werte.

Dies ist keine Fiktion oder das Versprechen von Vermarktern – dies sind Daten, die in der angesehenen Zeitschrift Clinical Nutrition veröffentlicht wurden. Viele Menschen glauben, dass grüner Tee „nur so zum Spaß“ gut ist, zur allgemeinen Straffung.

Aber jetzt gibt es konkrete Zahlen: Um das Gehirn zu schützen, braucht man genau vier Tassen pro Tag, nicht eine oder zwei – das ist die wissenschaftlich belegte Dosierung. Die Harvard-Studie, die sich über 30 Jahre und 105.000 Personen erstreckte, bestätigte einen ähnlichen Trend.

Menschen, die mehr Obst, Gemüse, Getreide, Nüsse, Hülsenfrüchte und Fisch konsumierten, erreichten mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Alter von 70-80 Jahren ohne körperliche oder kognitive Beeinträchtigungen. Die wichtigste Schlussfolgerung aus diesen Studien ist, dass die geistige Klarheit umso länger anhält, je weniger ultraverarbeitete Lebensmittel mit Salz, Zucker und ungesunden Fetten verzehrt werden.

Keine Superfoods können einen ganzheitlichen Ansatz ersetzen: Goji-Beeren und Chia-Samen sind nur Teil einer ausgewogenen Ernährung, keine Pille fürs Alter.

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