Die Hauptgefahr von Vitamin C in Nahrungsergänzungsmitteln wurde genannt

Die häufigste Nebenwirkung ist osmotischer Durchfall, wenn überschüssiges Vitamin Wasser in den Darm zieht, erklärte Anna Menshchikova, Gastroenterologin an der Klinik Atribeaute, gegenüber Gazeta.Ru.

„Die Risiken sind speziell mit konzentrierten Nahrungsergänzungsmitteln verbunden, insbesondere in Form von reiner Ascorbinsäure. Hohe Dosen (in der Regel ab 1000 mg pro Tag), die auf nüchternen Magen eingenommen werden, können Sodbrennen, Übelkeit und Unwohlsein verursachen. Die häufigste Nebenwirkung ist osmotische Diarrhö, bei der überschüssiges Vitamin Wasser in den Darm zieht. Menschen mit Vorerkrankungen (z. B. GERD oder Gastritis mit Übersäuerung) sollten mit solchen Nahrungsergänzungsmitteln besonders vorsichtig sein und in Absprache mit ihrem Arzt sanfte, gepufferte Formen (z. B. Calciumascorbat) wählen“, erklärt der Arzt.

Menshchikova betonte auch, dass die wichtigste und sicherste Quelle für Vitamin C die Nahrung bleiben sollte: eine ausgewogene Ernährung, die auf dem Prinzip des „Regenbogens“ beruht, d. h. reich an buntem Gemüse, Grünzeug und Obst ist, deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen mit 75-90 mg vollständig ab, ohne die Magenschleimhaut zu reizen.

„Bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln aus der Apotheke sollte man sehr viel zurückhaltender und bewusster vorgehen und sie als Arzneimittel betrachten. Die Verwendung hoher Dosen (mehr als 500-1000 mg pro Tag) ist nur bei spezifischen Indikationen, wie z. B. bei nachgewiesenem Mangel, gerechtfertigt und sollte vorzugsweise zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Gleichzeitig ist es äußerst wichtig, auf die Signale des Körpers zu hören: Plötzliches Sodbrennen oder Stuhlstörungen deuten darauf hin, dass die Dosis reduziert oder die Darreichungsform des Arzneimittels geändert werden muss. Darüber hinaus sollte man das wichtigste latente Risiko nicht vergessen: Bei längerer Einnahme von Überdosen (mehr als 1000 mg pro Tag) sind die Hauptauswirkungen nicht auf den Magen, sondern auf die Nieren gerichtet, was bei prädisponierten Menschen die Bildung von Oxalatsteinen provozieren kann. Bei chronischen Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt oder den Nieren sollte daher bei allen Experimenten mit Nahrungsergänzungsmitteln ein Facharzt konsultiert werden“, so der Arzt abschließend.

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