Einweichen von Saatgut in Wasserstoffperoxid: Warum und wie man es macht

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Womit man Saatgut vor der Aussaat tränken sollte, lesen Sie unten

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Der März ist da. Der Frühlingsanfang ist für jeden Gärtner eine besondere Zeit, da die Aussaatkampagne beginnt. Die Grundlage für die künftige Ernte sind starke und gesunde Setzlinge, und ihre Aufzucht beginnt mit einem entscheidenden Schritt – der Desinfektion des Saatguts vor der Aussaat.

Eines der günstigsten, wirksamsten und bewährtesten Mittel hierfür ist das apothekenübliche dreiprozentige Wasserstoffperoxid. Dieses Präparat tötet nicht nur die pathogene Mikroflora ab, sondern ist auch ein starkes Wachstumsstimulans.

Vorteile der Verwendung von Wasserstoffperoxid

Die Verwendung von Wasserstoffperoxid hat eine komplexe positive Wirkung. Zum einen wirkt es als starkes Antiseptikum, das die Krankheitserreger auf der Oberfläche der Samen zerstört.

Zweitens kommt es bei Kontakt mit der Lösung zu einer aktiven Sauerstoffanreicherung. Dies trägt zur Zerstörung der dichten Samenschale bei, die unter natürlichen Bedingungen viel länger braucht, um aufzuweichen.

Erfahrene Besitzer haben festgestellt, dass nach einer solchen Behandlung:

  • die Samen doppelt so schnell keimen;
  • die Keimenergie wird deutlich erhöht;
  • die Sämlinge haben eine höhere Immunität gegen Krankheiten;
  • ätherische Öle, die häufig die Keimung hemmen (insbesondere bei Dill, Petersilie und Karotten), werden neutralisiert.

Welche Samen können in Wasserstoffperoxid eingeweicht werden?

Die Methode eignet sich für fast alle Kulturen – Tomaten, Paprika, Auberginen, Gurken, Zucchini, Wassermelonen, Kürbisse, aber auch für eine Vielzahl von Grünpflanzen und Wurzelgemüse wie Sellerie oder Karotten.

Drageesamen müssen nicht behandelt werden, da sie bereits professionell aufbereitet und mit einer Schutzschicht versehen sind. Hybriden, auf deren Verpackung angegeben ist, dass das Saatgut in Labors getestet und mit Fungiziden behandelt wurde, müssen nicht zusätzlich desinfiziert werden.

Saatgutbehandlung mit Wasserstoffperoxid: Technologie der Saatbettbereitung

Der Zubereitungsprozess besteht aus mehreren wichtigen Schritten. Zunächst raten Experten, die Samen in sauberem, temperiertem oder geschmolzenem Wasser bei Zimmertemperatur einzuweichen. Dies ist notwendig, damit die Schale vor dem eigentlichen Verfahren ein wenig aufweicht. Dieses Einweichen kann zwischen 30 Minuten und 6 Stunden dauern.

Die Schwankung zwischen 30 Minuten und 6 Stunden ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Gurken- oder Zucchinisamen haben eine relativ dünne Schale, die schnell Feuchtigkeit aufnimmt, so dass eine Einweichzeit von mindestens 30-60 Minuten ausreichend ist. Paprika-, Auberginen- oder einige Tomatensamen haben eine dichtere Struktur und benötigen mehrere Stunden, um vollständig aufzuweichen.

Pflanzen wie Karotten, Sellerie, Dill und Petersilie haben eine natürliche „Verteidigung“ in Form eines öligen Films auf der Oberfläche. Dieser stößt Wasser ab, so dass es viel länger dauert – in der Regel 3 bis 6 Stunden -, bis die Feuchtigkeit diese Barriere bis zum Keim durchdringt.

Wenn das Saatgut mehrere Jahre lang gelagert wurde oder sich in einem sehr trockenen Raum befand, wird die Samenschale zu hart und brüchig. Solches Material braucht so viel Zeit wie möglich (bis zu 6 Stunden), um die Elastizität des Gewebes wiederzuerlangen, bevor die aggressive Wirkung des Antiseptikums einsetzt.

Der Einfachheit halber und um Verwechslungen zwischen den verschiedenen Sorten zu vermeiden, ist es sinnvoll, ein Kennzeichnungssystem zu verwenden. Es ist möglich, Becher und Baumwollscheiben mit einem wasserfesten Marker zu nummerieren und parallel dazu Einträge in ein Gartenbuch zu machen.

Sie können dann zwischen zwei Peroxidbehandlungen wählen:

  1. Mit einer Lösung – ein Esslöffel Wasserstoffperoxid wird auf einen halben Liter Wasser gegeben. In einer solchen Zusammensetzung können die Samen bis zu 12 Stunden bleiben. Es ist wichtig, sie regelmäßig umzurühren, um den Zugang zu Sauerstoff zu gewährleisten.
  2. Bei einer reinen Zubereitung werden die Samen 10-15 Minuten lang mit 3%igem Peroxid übergossen. Dies ist eine schnelle und intensive Methode, aber es ist wichtig, die Samen nicht über die angegebene Zeit hinaus zu belichten, um sie nicht zu beschädigen.

Nach Abschluss des Verfahrens werden die Samen unbedingt mit sauberem Wasser gewaschen, auf feuchte Baumwollscheiben gestreut und an einem warmen Ort mit einer Temperatur von 26-28 Grad Celsius zur Keimung gebracht.

Fütterung von Setzlingen mit Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid ist nicht nur für Samen nützlich. Die Lösung (1 Esslöffel auf 0,5 Liter Wasser) ist ideal für die Fütterung junger Sämlinge nach dem Erscheinen des ersten echten Blattes. In ihrer chemischen Zusammensetzung ist eine solche Lösung dem Regen- oder Schmelzwasser sehr ähnlich. Die Bewässerung unter der Wurzel oder die Besprühung des Blattes alle 10-14 Tage verbessert das Aussehen der Sämlinge deutlich, versorgt das Gewebe mit Sauerstoff und stärkt die Widerstandskraft gegen Schädlinge.

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