
Foto: aus offenen Quellen
Während ein Kontinent von Hitzewellen heimgesucht wird, kann es auf einem anderen regnen
Quelle:
Seit langem warnen Wissenschaftler davor, dass die globale Erwärmung zu schweren Dürren führen könnte, die mehrere Kontinente auf einmal treffen. Doch Forscher des Indian Institute of Technology Gandhinagar fanden heraus: Temperaturveränderungen im Ozean halten ein solches Szenario in Grenzen und verhindern, dass Dürren die ganze Welt auf einmal erfassen. Das geht aus einer Studie hervor, die in der Zeitschrift Communications Earth & Environment veröffentlicht wurde, berichtet ScienceDaily.
Der Studie zufolge ist die Dürresituation nicht so kritisch, wie wir befürchtet haben. Die Daten aus den Jahren 1901 bis 2020 zeigen, dass maximal 6,5 Prozent der Erde gleichzeitig von Dürren betroffen sind, obwohl Wissenschaftler zuvor vermutet hatten, dass die Zahl dreimal so hoch sein könnte.
„Wir betrachteten das Auftreten von Dürren als Ereignisse in einem globalen Netzwerk. Wenn zwei weit voneinander entfernte Regionen innerhalb eines kurzen Zeitraums von einer Dürre betroffen waren, wurden sie als synchronisiert betrachtet“, erklärte Studienleiter Dr. Udit Bhatia.
Die Wissenschaftler analysierten auch historische Ertragsdaten für Weizen, Reis, Mais und Sojabohnen, um die Auswirkungen selbst moderater Dürren auf den Agrarsektor zu bewerten.
„In vielen großen Agrarregionen steigt die Wahrscheinlichkeit von Ernteeinbußen bei mäßiger Trockenheit dramatisch an – oft um mehr als 25 Prozent und in einigen Gebieten um mehr als 40-50 Prozent bei Kulturen wie Mais und Sojabohnen“, sagt Hemant Punia, Wissenschaftler für künstliche Intelligenz am IITGN.
Der Artikel berichtet, dass die Hauptursache für diese Veränderungen El Niño ist. Dabei handelt es sich um ein natürliches Phänomen, bei dem die Wassertemperatur im Pazifischen Ozean schwankt: Er erwärmt sich oder kühlt sich ab. Das Wichtigste ist, dass sich diese Veränderungen in den verschiedenen Regionen unterschiedlich auswirken. Während in einem Teil der Welt eine schwere Dürre herrscht, regnet es in einem anderen Teil der Welt normalerweise reichlich. Dieses natürliche Gleichgewicht verhindert, dass die Dürre alle Kontinente gleichzeitig betrifft.
„Unsere Studie unterstreicht, dass wir der globalen Erwärmung nicht hilflos ausgeliefert sind“, so Bhatia weiter.
Die Website ist nicht sicher! Alle Ihre Daten sind gefährdet: Passwörter, Browserverlauf, persönliche Fotos, Bankkarten und andere persönliche Daten werden von Angreifern verwendet.
