Ein Mädchen postet in den sozialen Medien ein Foto ihres idealen Frühstücks: Haferflocken auf Wasser mit Beeren, Nüssen und Honig, und ist völlig perplex, warum ihr Gewicht nicht steigt.
Sie berücksichtigt nicht, dass auf dem Teller 300 Gramm Haferbrei liegen, die Nüsse aus dem Herzen kommen und der Honig mit einem Löffel aufgeschüttet wird, bis er schmackhaft ist, berichtet der Korrespondent von .
Diätassistenten sind ständig mit dem Phänomen des „Glasometers“ konfrontiert, an dem selbst die diszipliniertesten Menschen scheitern. Eine Person kann aufrichtig glauben, dass sie wenig isst, aber in Wirklichkeit konsumiert sie die Norm eines Profisportlers, nur durch Produkte mit hoher Kaloriendichte.
Versteckte Kalorien finden sich in Salatdressings, Soßen und dem Pflanzenöl, in dem gesundes Hähnchen gebraten wird. Zwei Esslöffel Olivenöl in einem Salat sind ein Plus von 240 Kilokalorien zu einem scheinbar leichten Gericht aus Gurken und Tomaten.
Ein Fall aus dem Leben kommt mir in den Sinn: Ein Kollege stellte auf richtige Ernährung um, kaufte aber im Supermarkt Fertigsalate, die er großzügig mit Mayonnaise bestrichen und mit Tütensäften heruntergespült hatte. Er glaubte aufrichtig, alles für seine Gesundheit zu tun, und wunderte sich über seinen wachsenden Bauch.
Es gibt ein Konzept, das als „Nahrungsmitteldichte“ bezeichnet wird – die Anzahl der Kalorien pro Gramm eines Lebensmittels. Gemüse hat eine niedrige Dichte, man kann viel davon essen, und Nüsse, Käse, Butter – hoch, es gibt eine Menge Kalorien in einem kleinen Volumen, und es ist leicht, nicht zu bemerken.
Viele Menschen denken nicht an den Kaloriengehalt von Getränken: Milchkaffees mit Sirup, Smoothies, gekaufte Limonaden und sogar Eistee aus der Flasche enthalten Zucker und Fette. Die flüssigen Kalorien werden unmerklich aufgenommen und vermitteln kein Sättigungsgefühl, sondern verschwinden einfach in den Fettdepots.
Für eine objektive Bewertung der Ernährung empfehlen Ernährungswissenschaftler, mindestens eine Woche lang ein Ernährungstagebuch zu führen und die Produkte genau abzuwiegen. Das ist ernüchternder als jede Beratung: Man sieht, dass man statt der empfohlenen 30 Gramm Käse 100 Gramm isst, und eine Handvoll Nüsse wiegt nicht 20, sondern 60 Gramm.
Die Portionen in Restaurants und Cafés übersteigen schon lange das vernünftige Maß: Die Nudeln, die in einem Teller gebracht werden, sind drei volle Portionen für einen Erwachsenen. Die von Kindheit an eingeübte Gewohnheit, alles auf dem Teller aufzuessen, wirkt sich beim Essen im Restaurant negativ aus.
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