Was passiert, wenn man Zucker durch Honig und Obst ersetzt: Endokrinologe warnt vor versteckten Gefahren

Die Bloggerin zeigt ihre Frühstücke: Smoothies aus Bananen, Datteln und Mangos, die sie mit Honig beträufelt und mit Gojibeeren bestreut.

Die Abonnenten sind begeistert von solchen „gesunden“ Süßigkeiten und ahnen nicht einmal, dass der Blutzuckerspiegel nach einem solchen Frühstück höher ansteigt als nach einem Stück Schokoladenkuchen, so der Korrespondent von .

Der Endokrinologe erklärt: Fruktose, die in Honig und süßen Früchten enthalten ist, wird in der Leber ganz anders verstoffwechselt als Glukose. Sie führt nicht zu einer schnellen Insulinausschüttung, wird aber im Übermaß leicht in Fett umgewandelt und an den unerwünschten Stellen abgelagert.

Eine Tasse Weintrauben enthält etwa 23 Gramm Zucker, während ein Esslöffel Honig etwa 17 Gramm enthält. Der Unterschied zu raffiniertem Zucker ist nicht so groß, wie man meinen möchte, denn zusammen mit dem Zucker erhalten wir Vitamine, Antioxidantien und Ballaststoffe, die die Aufnahme teilweise verlangsamen.

Die medizinischen Statistiken sind unerbittlich: Die Prävalenz der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung steigt parallel zur Begeisterung für „gesunde“ Süßigkeiten und Säfte. Die Menschen trinken literweise frisch gepresste Säfte, in dem Glauben, es handele sich um eine Vitaminbombe, und bekommen eine Fettlebererkrankung.

Obst sollte auf jeden Fall ganz, mit Schale und Fruchtfleisch gegessen werden, nicht in Form von Säften und Pürees. Die in den Früchten enthaltenen Ballaststoffe verlangsamen die Aufnahme von Zucker und sorgen für ein Sättigungsgefühl, das Blutzuckerspitzen verhindert.

Die WHO empfiehlt, die Aufnahme von freiem Zucker auf 10 % der Gesamtkalorien zu begrenzen, und Honig und Fruchtsäfte fallen in diesen Bereich, ebenso wie Süßigkeiten. Dem Körper ist es egal, ob die Glukose und Fruktose aus dem Honig oder aus der Zuckerdose stammt.

Das beste Dessert aus physiologischer Sicht ist eine Handvoll Beeren und Nüsse oder ungesüßter Joghurt, nicht eine Smoothie-Bowl in der Größe einer Schüssel. Es ist wichtig, daran zu denken, dass selbst die gesündesten Lebensmittel im Übermaß schädlich werden.

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