Auf dem Gipfel des Mount Everest kann man keine Eier kochen, auch wenn man es noch so sehr versucht: Der Grund wird viele Menschen überraschen

Foto: aus offenen Quellen

Selbst ein Kochtopf auf dem Everest hinterlässt ein rohes Frühstück

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Sie können fast überall auf der Welt Eier kochen, aber nicht am höchsten Punkt der Erde über dem Meeresspiegel. Das ist vielleicht nicht Ihr dringendstes Anliegen, aber die Gesetze, die hinter dieser Tatsache stehen, beeinflussen die Zubereitung von Speisen und Getränken an vielen Orten der Welt. Diese Gesetze können nicht umgangen werden, da wir in unserem Universum den Gesetzen der Thermodynamik unterworfen sind – und es ist besser, nicht gegen sie zu wetten.

Was also hat der Everest gegen Eier?

Das Problem liegt im atmosphärischen Druck, schreibt IFL Science. Auf Meereshöhe siedet Wasser bei 100 °C. Das ist der Siedepunkt, aber eigentlich ist es gar kein „Punkt“. Wenn sich der Druck ändert, verwandelt sich dieser Punkt in eine Linie. Je höher man sich über dem Meeresspiegel befindet, desto niedriger ist die zum Sieden von Wasser erforderliche Temperatur.

Für eine grobe Berechnung kann man die Faustregel anwenden, dass der Siedepunkt pro 300 Meter Aufstieg um etwa 1 °C sinkt. Die Stadt La Rinconada ist die höchstgelegene ständige Siedlung der Welt und liegt auf einer Höhe von 5052 Metern. Dort kocht das Wasser bei 82,8 °C. Das reicht zwar noch für Eier, liegt aber unter der idealen Temperatur für die Zubereitung von Kaffee (den man aber trotzdem aufbrühen kann).

Der Gipfel des Everest ist wesentlich höher als La Rinconada. Er liegt 8849 Meter über dem Meeresspiegel, und der atmosphärische Druck beträgt nur ein Drittel des normalen Drucks. Folglich sinkt der Siedepunkt des Wassers dort auf 68 °C. Diese Temperatur reicht immer noch aus, um schwere Verbrennungen zu verursachen, aber nicht mehr, um ein Ei vollständig zu kochen.

Eiweiß und Eigelb bestehen nämlich aus unterschiedlichen Substanzen, und ihre Proteine gerinnen (gerinnen) bei unterschiedlichen Temperaturen. Das Eiweiß besteht zu 54 % aus Ovalbumin, das erst bei 80 °C gerinnt, während das Eigelb mindestens 70 °C benötigt, um zu gerinnen. Die Temperatur des kochenden Wassers an der Spitze reicht einfach nicht aus, um ein richtig hartgekochtes Ei zu erhalten.

Wenn Sie sich auf dem Gipfel des Mount Everest befinden und unbedingt ein gekochtes Ei brauchen, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, sich der Thermodynamik zu beugen und einen Dampfkochtopf zu verwenden. Bei dieser Kochmethode wird der Siedepunkt durch Erhöhung des Drucks im Inneren des Gefäßes angehoben.

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