Davor warnt die brasilianische HNO-Ärztin Renata Mori. Der Experte wird von Terra zitiert.
Dem Arzt zufolge sollte der Körper während des Schlafs die physiologischen Prozesse verlangsamen und in den Erholungsmodus übergehen. Wenn jedoch die Atmung gestört ist, nimmt das Gehirn den Mangel an Luft als potenzielle Bedrohung wahr und hält einen Zustand erhöhter Wachsamkeit aufrecht. Aus diesem Grund kann eine Person nicht vollständig in die tiefen Schlafphasen eintauchen, selbst wenn sie äußerlich die ganze Nacht durchschläft. Infolgedessen ist die Erholung nur oberflächlich und führt nicht zu einem Gefühl der Erholung.
Mori stellte fest, dass nächtliche Atemstörungen verschiedene Ursachen haben können. Eine davon ist eine Nasenscheidewandverkrümmung, eine anatomische Besonderheit, die den Luftdurchgang durch die Nase erschwert.
Auch allergischer Schnupfen, der mit einer Schwellung der Schleimhäute und verstopfter Nase einhergeht, ist ein häufiges Problem. Eine chronische Sinusitis, bei der die Nasennebenhöhlen entzündet sind, kann die Belüftung der Atemwege ebenfalls beeinträchtigen.
Unabhängig davon wies der Spezialist auf Schnarchen und obstruktive Schlafapnoe hin – eine Erkrankung, bei der es zu kurzzeitigen Atemstillständen im Schlaf kommt. Solche Episoden können Dutzende Male pro Nacht auftreten, den Schlafrhythmus stören und das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen erhöhen. Bei Kindern und einigen Erwachsenen kann das Problem in vergrößerten Polypen und Mandeln liegen, die die Atemwege mechanisch blockieren.
Die Ärztin riet, auf Symptome wie Mundtrockenheit am Morgen, Tagesmüdigkeit, häufiges nächtliches Aufwachen und ein Gefühl von unruhigem Schlaf zu achten. Sollten diese Symptome auftreten, empfahl sie, einen Spezialisten zur Diagnose und Behandlung aufzusuchen.
