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Welche Haushaltsgewohnheiten und -prinzipien helfen den Japanern, ihre Wohnungen auch ohne tägliches Putzen in Ordnung zu halten?
Japanische Wohnungen verblüffen ihre Gäste oft durch ihre unglaubliche Sauberkeit. Es gibt keine herumliegenden Dinge, keine chaotischen Stapel von Kleidung oder Büchern, und die Atmosphäre wirkt ruhig und harmonisch. Und die Japaner putzen nicht stundenlang, wie es vielleicht den Anschein hat. Ihr Geheimnis liegt in einer besonderen Philosophie des täglichen Lebens, die es ihnen ermöglicht, fast mühelos Ordnung zu halten.
Warum japanische Wohnungen immer sauber sind, auch wenn sie selten geputzt werden
- Die Philosophie des Minimalismus. Die meisten Japaner besitzen genau so viele Gegenstände, wie sie zum Leben brauchen. Diese Einstellung zum alltäglichen Leben hat sich aus dem traditionellen Lebensstil ergeben: kleine Wohnungen, hohe Wohnkosten und die seit langem geltenden ästhetischen Grundsätze des „ma“ – des Raums zwischen den Dingen, der frei sein sollte. Je weniger Gegenstände, desto weniger Müll, Staub und optische Unordnung, so dass auf natürliche Weise Ordnung gehalten wird.
- Abwesenheit von unnötigen Gegenständen. Die Japaner trennen sich leicht von Gegenständen, die ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Sie bewahren sie nicht „für den Fall der Fälle“ auf, sie bewahren keine kaputten Gegenstände auf und sie überprüfen ständig ihren Bestand. In einer solchen Umgebung gibt es einfach keine Gegenstände, die die Wohnung verstopfen.
- Ordnung in der Aufbewahrung von Dingen. Japanische Wohnungen sind klein, daher ist das Aufbewahrungssystem gut durchdacht: vertikale Module, geräumige Boxen, versteckte Schränke und ein Minimum an offenen Flächen. Wenn alle Dinge kompakt und staubfrei aufbewahrt werden, muss weniger oft geputzt werden, und die Ordnung bleibt länger erhalten.
- Täglich für Ordnung sorgen. Die Japaner verbringen selten lange Stunden mit dem Putzen. Stattdessen halten sie die Dinge mit kleinen, aber regelmäßigen Aktionen sauber: das Waschbecken nach der Benutzung abwischen, schnell über den Boden wischen, Flecken sofort und nicht jeden zweiten Tag wischen.
- Respekt vor dem gemeinsamen Raum. In Japan wird die Verantwortung für Sauberkeit von Kindheit an gefördert. In Schulen putzen die Kinder nach der Schule ihre eigenen Klassenzimmer. In Hauseingängen reinigen die Bewohner abwechselnd die gemeinsamen Flure. Daraus ergibt sich eine sehr wichtige Eigenschaft: Wenn man keine Unordnung macht, gibt es auch nichts aufzuräumen.
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