Der Anblick von Pfingstrosen in städtischen Gärten kann manchmal schmerzhaft sein: Die grüne Laubkappe wächst bis über das Knie, und die Blüten darauf sind drei oder vier blasse Blütenstände, die man nicht einmal Pfingstrosen nennen kann.
Die Besitzer gießen sie, füttern sie, aber es gibt kein Ergebnis, und das ist die Schuld des banalen Mitleids, das nicht rechtzeitig die überflüssigen Knospen und Stiele abschneidet, berichtet der Korrespondent von .
Schon unsere Großmütter kannten die eiserne Regel: Bei einer Pfingstrose muss man nicht mehr als ein Drittel aller Triebe stehen lassen und noch im Frühjahr schwache und dünne Triebe ausbrechen, damit die Pflanze keine Kräfte für unnützes Grünzeug aufwendet. Wenn der Strauch überfüllt ist, gibt es nicht genug Licht und Nahrung für die Knospen, und die Blumen werden klein sein, und die Mitte wird von der Feuchtigkeit nach den Regenfällen zu faulen beginnen.
Aber das wichtigste Geheimnis der großen Blütenstände liegt in der Rationierung der Knospen: An jedem Pfingstrosenstiel werden drei oder vier Knospen angelegt, und wenn man alle belässt, blühen nur die seitlichen, kleinen und hässlichen.
Die zentrale Knospe sollte gepflückt werden, egal wie erbärmlich sie ist, und dann erhalten die verbleibenden Seitenknospen die maximale Nährstoffzufuhr und werden doppelt so groß.
Nach der Blüte darf man die Blätter nicht an der Wurzel abschneiden, wie es viele Leute tun, denn in den Blättern werden die Blütenknospen für das nächste Jahr angelegt.
Erst wenn die Blätter selbst gelb werden und abfallen, können Sie sie in einer Höhe von zehn Zentimetern über dem Boden abschneiden und den Strauch mit Humus mulchen, der die neuen Knospen vor Frost schützt.
Lesen Sie auch
- Warum die Stämme von Obstbäumen im Frühjahr und nicht im Herbst gekalkt werden müssen: der ewige Streit und die richtige Antwort
- Warum Kartoffeln glatt und groß werden, wenn man beim Pflanzen eine Handvoll davon in das Loch wirft: ein Lebenshilfe-Tipp vom Lande

