Wie Sie Ihren Garten vor Blattläusen schützen und Ihre Ernte verdoppeln können: Was Sie unter und neben Apfelbäumen pflanzen sollten

Foto: aus offenen Quellen

Schutz des Obstgartens vor Blattläusen, Verbesserung der Apfelernte

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Viele Gärtner machen den Fehler, die Baumstümpfe von Apfelbäumen völlig leer zu lassen. Ein „kahler“ Boden unter dem Baum ist jedoch ein direkter Weg zur Austrocknung der Wurzeln und zur Anfälligkeit für Schädlinge. Die Schaffung eines geeigneten Ökosystems unter der Krone trägt nicht nur zum Schutz des Baumes bei, sondern verbessert auch die Qualität der Früchte erheblich.

Warum offener Boden für Apfelbäume schädlich ist

Der offene Boden unter dem Baum ist eine der größten Bedrohungen für die Gesundheit des Apfelbaums, denn dort befindet sich der aktivste Teil seiner Unterwelt. Das Hauptnetz der feinen, nährstoffreichen Wurzeln liegt fast an der Oberfläche, und über diese trinkt und isst der Baum. Wenn die Wurzelballen leer sind, ist dieses empfindliche System der aggressiven Umwelt schutzlos ausgeliefert.

Das Fehlen einer natürlichen Vegetationsdecke hat eine Reihe von negativen Folgen.

Bei starken Regenfällen oder Schneeschmelze wäscht das Wasser ungehindert wertvolle Mikroelemente und Humus aus der obersten Bodenschicht aus. Infolgedessen befindet sich der Baum auf einer Art „Hungerkur“, was sein Wachstum verlangsamt und den Geschmack der Früchte verschlechtert.

Im Hochsommer heizen die Sonnenstrahlen den ungeschützten Boden auf extreme Temperaturen auf, die oft über 40°C liegen. Diese Hitze verbrennt buchstäblich die empfindlichen Wurzelenden, wodurch der Apfelbaum seine Fähigkeit verliert, Feuchtigkeit effektiv aufzunehmen.

Die Natur verabscheut eine Lücke, und so wird ein leeres Grundstück sofort von Wildgräsern besiedelt. Sie verfügen über eine viel stärkere Wachstumsenergie und nehmen als erste das knappe Wasser und die Nährstoffe auf, wodurch die Kulturpflanze ausgetrocknet wird.

Rettungspflanzen: Was man unter einen Baum pflanzt

Um eine maximale Wirkung zu erzielen, raten Agronomen, drei wichtige Verbündete zu verwenden: Weißklee, Kapuzinerkresse und Honigtau. Jede dieser Pflanzen spielt die Rolle eines natürlichen Beschützers und Helfers.

Die grünen Helfer haben die folgenden Hauptvorteile:

  • Weißklee (Kriechklee) – die Pflanze gilt als einer der besten Siderate für den Garten. Dank spezieller Bakterien an ihren Wurzeln bindet sie Stickstoff direkt aus der Luft und macht ihn so zu einem verfügbaren Dünger für Apfelbäume. Die dichte Pflanzendecke des Klees wirkt wie ein natürlicher Mulch, sie hält die Feuchtigkeit zuverlässig im Boden und verhindert, dass sie auch bei Hitze verdunstet. Außerdem sind seine duftenden Blüten ein wahrer Bienenmagnet, der für eine hervorragende Bestäubung des gesamten Gartens sorgt.
  • Kapuzinerkresse (Beauty) – diese farbenprächtige Blume wirkt als natürliches Insektizid. Sie verströmt spezielle flüchtige Substanzen – Phytonzide -, deren Geruch Blattläuse und Weiße Fliegen abwehrt. Die Kapuzinerkresse spielt auch eine meisterhafte Rolle als Ablenkungsmanöver“: Blattläuse wählen sie oft als erstes Ziel, so dass der Gärtner den Feind am Fuß des Baumes rechtzeitig bemerken und daran hindern kann, in die Krone zu steigen. Ein zusätzlicher Bonus ist die antimykotische Wirkung, die dazu beiträgt, den Boden rund um die Wurzeln zu revitalisieren.
  • Die Honigbeere ist ein früher Bestäuber und ein Paradies für Gartenfreunde. Da diese Pflanze sehr schattentolerant ist, fühlt sie sich auch unter den dichten Kronen alter Bäume wohl. Sie blüht sehr früh und lädt Insektenbestäuber in Ihren Garten ein, noch bevor die ersten Blüten eines Apfelbaums erblühen. Ihre ausladenden Blätter bieten ein gemütliches Zuhause für Marienkäfer, natürliche Raubtiere, die aktiv Jagd auf Blattläuse machen und Ihre Pflanzen ohne chemische Mittel schützen.

Wann das Ergebnis zu erwarten ist

Sie sollten nach dem Pflanzen von Hilfspflanzen nicht mit einer sofortigen Veränderung rechnen. In der Regel dauert es zwei oder drei Jahre, bis sich das Ökosystem der Unterlage gebildet hat und sich zugunsten des Baumes auswirkt. Mit der Zeit wird das Ergebnis jedoch offensichtlich, die Erträge steigen, und die Früchte selbst werden merklich größer und süßer. Neben dem verbesserten Geschmack werden die Bäume kräftiger, und die meisten Krankheiten verschwinden von selbst.

Um Apfelbäume optimal zu schützen, sollten natürliche Methoden mit mechanischen Verfahren kombiniert werden. Der Einsatz von Fangbändern beispielsweise hilft, kriechende Schädlinge zu stoppen, während sie sich noch der Krone nähern. So kann man sicher sein, dass der Fruchtknoten erhalten bleibt und die künftige Ernte gesund bleibt.

Es ist jedoch zu bedenken, dass nicht jede Nachbarschaft davon profitieren wird. Einige Kulturen können Apfelbäume unterdrücken, weshalb sie von der Obstanlage ferngehalten werden sollten.

Was man nicht in der Nähe eines Apfelbaums pflanzen sollte

  1. Auf der Liste der unerwünschten Nachbarn stehen auch Nadelbäume. Sie versauern allmählich den Boden, was sich negativ auf die Entwicklung von Apfelbäumen auswirkt.
  2. Aufgrund ihres starken Wurzelsystems ist die Birke ein starker Konkurrent, der dem Apfelbaum buchstäblich die gesamte Feuchtigkeit entzieht.
  3. Himbeeren sind aktiv im Wachstum und entziehen aktiv Nährstoffe, wodurch der Boden um den Baum herum ausgelaugt wird.
  4. Erdbeeren haben die gleichen Schädlinge wie Apfelbäume, so dass eine so große Nähe ihre Vermehrung nur begünstigt.
  5. Kartoffeln und Tomaten sind häufig Überträger der Phytophthorose, die sich leicht auf den Obstbaum ausbreiten und die Ernte schädigen kann.

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