Sport spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Krampfadern, allerdings können einige Arten von körperlicher Aktivität den Zustand der Venen verschlechtern und Komplikationen hervorrufen. Vadim Bogachev, Phlebologe, Chirurg, Doktor der medizinischen Wissenschaften, Professor am Pirogov Russian National Research Institute of Medical Sciences, erklärte dies gegenüber Pravda.Ru.
Ihm zufolge erzeugen einige Belastungen einen übermäßigen Druck und können zu Komplikationen führen, wobei das größte Risiko mit Krafttraining und Gewichtheben ohne Verwendung von Kompressionswäsche verbunden ist. Darüber hinaus sind auch verletzungsanfällige Sportarten wie Thaiboxen oder Karate gefährlich. Laufen kann jedoch von Vorteil sein, da es zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutflusses beiträgt und die Muskeln der unteren Gliedmaßen trainiert.
„Es ist jedoch wichtig, je nach Untergrund – ob Asphalt oder Erde – die richtigen Schuhe zu wählen. So wird die Belastung gleichmäßig verteilt und eine Überlastung der Gelenke und Gefäße vermieden. Gleichzeitig ist es bei langen Läufen, vor allem bei heißem Wetter, notwendig, auf den Wasserhaushalt zu achten – Dehydrierung kann zu Blutgerinnung führen und das Thromboserisiko erhöhen“, so Bogachev.
Bei Krampfadern riet er zur Mäßigung und dazu, keine übermäßigen Ergebnisse anzustreben.

