Ekaterina Tsygankova, Assistentin der Abteilung für Hautkrankheiten und Kosmetologie der INOPR Pirogov Universität, sagte gegenüber Lenta.ru.
Einer der häufigsten Fehler, so die Expertin, ist der plötzliche Wechsel von der Winterpflege zur Revitalisierungspflege, die aggressive Produkte wie Säuren und Retinol enthält.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Sonneneinstrahlung erhöhe ein aggressives Peeling das Risiko von Entzündungen und Hautunreinheiten, sagt sie.
Ein weiteres häufiges Problem, so die Kosmetikerin, ist das Ignorieren des Sonnenschutzes. UV-Licht erhöht die Gefäßreaktivität und kann eine Verschlimmerung von Rosazea, atopischer Dermatitis, Psoriasis und anderen Dermatosen hervorrufen.
„Im Frühjahr reagiert die Haut nicht auf Wärme, sondern auf das Spektrum und die Dosis des ultravioletten Lichts, das bereits recht aktiv ist“, betonte Tsygankova. Darüber hinaus kann die Lichtempfindlichkeit bei der Einnahme bestimmter Medikamente zunehmen, was das Risiko von Hautreaktionen erhöht.
Die Expertin wies auch darauf hin, dass die Haut im Frühjahr nach der Heizperiode oft geschwächt ist: Die trockene Luft bricht die Barriere, der Feuchtigkeitsverlust nimmt zu, und die Talgproduktion kann steigen. Infolgedessen sieht die Haut zwar fettig aus, bleibt aber trocken, und Versuche, sie mit aggressiven Produkten zu „veredeln“, verschlimmern die Situation nur.
Die Expertin empfiehlt, schrittweise auf die Frühjahrspflege umzustellen: abends weiterhin dickflüssige Produkte verwenden, morgens leichte Texturen auftragen und täglich einen Lichtschutzfaktor verwenden.
Wirkstoffe sollten vorsichtig und erst dann eingeführt werden, wenn die Lichtschutzwirkung stabil ist. Bei anhaltenden Rötungen oder Juckreiz riet sie, einen Dermatologen aufzusuchen.

