Jeder von uns hat schon einmal den starken Wunsch verspürt, nach einer schweren Mahlzeit zu schlafen – das ist ein natürlicher Vorgang und eine angemessene Reaktion des Körpers auf die Kalorienzufuhr. Allerdings ist es keine gute Idee, nach einer Mahlzeit zu schlafen, und Ärzte empfehlen, einem solchen Drang nicht nachzugeben, da dies für die Gesundheit gefährlich sein kann.
Sport24 erklärt uns, warum wir nach einer Mahlzeit schlafen wollen und wie das Schlafen am Tag schädlich sein kann.
Warum Sie nach dem Mittagessen schlafen sollten
Der Wunsch, nach einer Mahlzeit zu schlafen, ist auf die natürlichen Reaktionen des Körpers zurückzuführen. Unmittelbar nach einer Mahlzeit strömt das Blut zu den Verdauungsorganen, um den Magen-Darm-Trakt bei der Verarbeitung der Nahrung zu unterstützen. Gleichzeitig erhält das Gehirn etwas weniger Sauerstoff und Nährstoffe – daher das Gefühl der leichten Schläfrigkeit.
Andere physiologische Ursachen können sein:
Insulinausschüttung. Nach einer Mahlzeit, insbesondere einer kohlenhydrathaltigen, produziert die Bauchspeicheldrüse aktiv Insulin – die plötzlichen Zuckerschwankungen machen müde.
Verdauung von schweren Mahlzeiten. Dichte Mahlzeiten mit Fett und einer Fülle von Kalorien erfordern mehr Energie für die Verarbeitung, so dass der Körper „spart“ Energie, einschließlich der Modus der Schläfrigkeit.
Biorhythmus und Cortisol. Die meisten Menschen haben am Nachmittag – etwa zwischen 13 und 15 Uhr – einen natürlichen Einbruch der Wachsamkeit. Und warmes, kalorienreiches Essen verstärkt dieses Gefühl noch.
Was ist falsch daran, direkt nach dem Mittagessen zu schlafen?
1. Verdauungsstörungen.
Wenn eine Person unmittelbar nach einer Mahlzeit in einer horizontalen Position liegt, verlangsamt sich die Darmperistaltik, der Gallenfluss wird beeinträchtigt und das Risiko, dass Magensaft in die Speiseröhre gelangt, steigt. Studien zeigen, dass dies zu folgenden Symptomen führen kann: Schweregefühl im Magen, Sodbrennen, Übelkeit, Blähungen und andere Unannehmlichkeiten.
Außerdem haben Menschen, die sich nach dem Essen gerne hinlegen, ein höheres Risiko, eine Gastritis und Refluxkrankheit zu entwickeln.
2. Erhöhter Zuckerspiegel und Risiko der Gewichtszunahme.
Während des Schlafs verlangsamt sich der Stoffwechsel. Wenn sich eine Person unmittelbar nach einer Mahlzeit hinlegt, hat der Körper keine Zeit, die erhaltene Energie zu verbrauchen – unverarbeitete Kalorien werden leichter als Fett gespeichert. Darüber hinaus ist der Schlaf am Tag nach einer Mahlzeit mit Schwankungen des Zuckerspiegels verbunden, die schließlich eine Insulinresistenz hervorrufen können.
Nach einer Mahlzeit hingegen profitieren die meisten Menschen von einem Spaziergang.
3. nächtliche Schlafstörung.
Kurze Nickerchen am Tag scheinen harmlos zu sein, aber selbst 20-30 Minuten solcher Ruhezeiten können den natürlichen zirkadianen Rhythmus stören. Infolgedessen kann eine Person Schwierigkeiten haben, am Abend einzuschlafen, und die Qualität des Schlafs kann sich verringern. Und wie wir wissen, ist Schlafmangel ein Stressfaktor, der zu Gewichtszunahme und gesundheitlichen Problemen führt.
4. Trägheit und Leistungsabfall.
Ein Mittagsschlaf von mehr als 30 Minuten stellt Ihre Energie und Leistungsfähigkeit für den Rest des Tages nicht wieder her, sondern reduziert Ihre Energie und Leistungsfähigkeit für den Rest des Tages. Infolgedessen fühlen Sie sich kaputt und lethargisch, und es können Kopfschmerzen auftreten.
5. Erhöhte Belastung des Herz-Kreislauf-Systems.
Das Schlafen unmittelbar nach dem Essen kann den Blutdruck erhöhen und die Belastung der Blutgefäße verstärken. Dies gilt insbesondere für Menschen mit Bluthochdruck oder Herzerkrankungen.
Wie man die Schläfrigkeit nach dem Essen bewältigt, ohne seiner Gesundheit zu schaden
Wenn der Körper wirklich eine Pause braucht, kann man sich ausruhen, aber nicht hinlegen. Es ist auch akzeptabel, sich 1-1,5 Stunden nach einer Mahlzeit (wenn diese bereits teilweise verarbeitet ist) zum Ausruhen hinzulegen. Wichtig ist jedoch, dass man sich an das Regime hält und 20-30 Minuten Schlaf nicht überschreitet.
Beste Alternativen:
Ein kurzer Spaziergang in gemächlichem Tempo – verbessert die Durchblutung und beschleunigt den Magen-Darm-Trakt;
Arbeit, Stehen oder Bewegung für 5-10 Minuten – verhindert das Abdriften in einen schläfrigen Zustand;
Leichtes Stretching – aktiviert das Nervensystem;
Bei akutem Bedarf – ein kurzes Nickerchen von 10-15 Minuten im Sitzen, aber nicht im Liegen: das stört die Verdauung nicht. Ein Glas Wasser – hilft, die Schläfrigkeit zu verringern und den Stoffwechsel zu verbessern.
