Was passiert, wenn man Brot im Kühlschrank statt im Brotkasten aufbewahrt: Abbau von Klischees über die Haltbarkeit von Brot

Die Debatte über den Aufbewahrungsort von Brot gibt es schon seit Jahrzehnten: Die einen glauben an die Wunderkraft von hölzernen Brotkästen, die anderen verstecken den Laib im Kühlschrank, wieder andere lassen ihn unter einem Handtuch auf dem Tisch liegen.

Die Wissenschaft des Brotes, die sogenannte Bromatologie, gibt seit langem eine klare Antwort auf diese Frage, aber die Menschen lassen sich weiterhin von Mythen und Gewohnheiten leiten und verlieren dabei den Geschmack und die Frische des Produktes, berichtet der Korrespondent von .

Der Hauptfeind des Brotes ist nicht Kälte oder Hitze, sondern Feuchtigkeit und Luftzutritt.

Entgegen der landläufigen Meinung wird Brot im Kühlschrank schneller alt, weil die niedrige Temperatur den Prozess der Stärkerückbildung beschleunigt – der sehr wissenschaftliche Begriff für die Rückkehr der Stärke in ihren kristallinen Zustand.

Einfach ausgedrückt: Bei plus 2 bis 4 Grad wird die Krume doppelt so schnell steif wie bei Zimmertemperatur.

Es gibt jedoch eine Nuance, die alles auf den Kopf stellt: Wenn Sie nicht vorhaben, das Brot in ein paar Tagen zu essen, ist ein Kühlschrank immer noch besser als ein Brotkasten, aber nur im Gefrierfach.

Durch das Einfrieren bei minus 18 Grad wird der Alterungsprozess vollständig gestoppt, und das Brot kann monatelang liegen bleiben, ohne seine Eigenschaften zu verlieren, und beim Auftauen kehrt es ohne Geschmacksverlust in seinen ursprünglichen Zustand zurück.

Brotkästen aus Holz gelten als ideal, allerdings nur, wenn sie aus Wacholder- oder Birkenrinde gefertigt sind, die natürliche antiseptische Eigenschaften besitzen.

Gewöhnliches Kiefern- oder Eichenholz, das in den Geschäften verkauft wird, kann selbst Harze und Gerüche abgeben, und in den Ritzen und Poren, mit denen Brotkästen selten gewaschen werden, kann sich Schimmel perfekt vermehren. Kunststoff und Metall sind in dieser Hinsicht hygienischer, aber sie sind nicht atmungsaktiv.

Eine Polyethylentüte, in der viele Menschen Brot aufbewahren, erzeugt einen Treibhauseffekt: Die Feuchtigkeit verdunstet nicht, und es bildet sich schnell Schimmel auf der Oberfläche, vor allem, wenn der Laib noch warm ist.

Die ideale Verpackung ist eine Papiertüte oder ein Leinentuch, die überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen, das Brot aber atmen lassen. In einem solchen Kleidungsstück bleibt es 3-4 Tage lang weich, ohne Anzeichen von Verderb.

Eine andere Geschichte – geschnittenes Brot: Je mehr Scheiben, desto schneller trocknet es, weil die Verdunstungsfläche zunimmt. Erfahrene Hausfrauen halten den Laib ganz und schneiden jeweils nur so viel ab, wie sie brauchen, wobei sie den Rest der Scheibe gegen ein Brett oder eine andere Hälfte drücken, um den Kontakt mit der Luft zu minimieren.

Und noch etwas: Wenn das Brot anfängt, schal zu werden, sollten Sie es nicht gleich wegwerfen.

Besprühen Sie es mit Wasser und legen Sie es für 3-5 Minuten bei 150 Grad in den Ofen – die Stärkestruktur wird wiederhergestellt und es wird wieder so weich wie frisches Brot. Die Gärung ist ein reversibler Prozess, im Gegensatz zum Schimmel, der das Produkt irreversibel verdirbt und gesundheitsschädlich macht.

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